Grevenbroichs Bürgermeister fordert faire Finanzreform im Rhein-Kreis Neuss
Sebastian HoffmannGrevenbroichs Bürgermeister fordert faire Finanzreform im Rhein-Kreis Neuss
Grevenbroichs Bürgermeister fordert gerechtere Finanzverteilung zwischen Kommunen und Rhein-Kreis Neuss
Klaus Krützen, Bürgermeister von Grevenbroich, kritisiert die steigenden Kreisumlagen, die die Haushalte der Städte belasten und wichtige Dienstleistungen gefährden. Er verlangt nun eine fairere Lastenverteilung durch den Landkreis.
Jährlich müssen die Kommunen im Rhein-Kreis Neuss eine feste Kreisumlage zahlen – einen Betrag, der kontinuierlich steigt. Für 2026 ist der Satz auf 35,87 Prozent festgesetzt, nach 34,9 Prozent im Vorjahr. Für Grevenbroich bedeutet dies, dass selbst die erwarteten Mehreinnahmen aus der Gewerbesteuer 2025 die zusätzlichen Kosten nicht vollständig decken werden.
Krützen bezeichnet die Umlage als wachsende Belastung für die kommunalen Finanzen. Er betont, dass die Städte Mittel benötigen, um grundlegende Leistungen aufrechtzuerhalten und in zukunftsweisende Projekte zu investieren. Ohne Entlastung drohten Einschnitte bei der lokalen Infrastruktur und der Versorgung der Bürger, warnt er.
Der Bürgermeister setzt sich für ein verbindliches Sparziel von zwei Prozent im Haushalt des Landkreises ein. Er unterstützt damit Forderungen kommunaler Spitzenverbände nach strengerer Haushaltsdisziplin auf Kreisebene. Sein Vorschlag zielt auf mehr Solidarität ab: eine gerechtere Kostenaufteilung, um den Druck auf finanziell angestrengte Kommunen zu verringern.
Der Streit zeigt das Spannungsfeld zwischen regionaler Finanzierung und kommunaler Handlungsfähigkeit. Das Defizit in Grevenbroich macht deutlich, wie steigende Umlagen das Wachstum der Einnahmen übersteigen. Ohne Kurskorrekturen könnten die Städte in den kommenden Jahren vor noch schwierigeren Entscheidungen bei Ausgaben und Leistungen stehen.






