CDU-Politiker fordern strengere Einbürgerungsregeln und weniger doppelte Staatsangehörigkeiten
Mila SimonCDU-Politiker fordern strengere Einbürgerungsregeln und weniger doppelte Staatsangehörigkeiten
Zwei Spitzenpolitiker der deutschen CDU haben strengere Regeln für die Einbürgerung und den Erwerb der Staatsbürgerschaft vorgeschlagen. Alexander Throm und Hessens Innenminister Roman Poseck wollen die Mindestaufenthaltsdauer verlängern und die doppelte Staatsangehörigkeit stärker einschränken. Ihre Vorschläge würden es langjährigen Einwohnern erschweren, die deutsche Staatsbürgerschaft zu erhalten.
Throm fordert, die reguläre Wartezeit vor einer Einbürgerung wieder auf acht Jahre zu erhöhen. Derzeit können Antragsteller unter bestimmten Bedingungen früher eingebürgert werden. Zudem will er die Einbürgerung für Personen mit geschütztem Status – etwa Geflüchtete – blockieren, sofern diese nicht zuvor eine Niederlassungserlaubnis erwerben.
Für diese Erlaubnis wären 60 Monate an Rentenversicherungsbeiträgen notwendig. Throm argumentiert, dies sichere eine stärkere finanzielle und gesellschaftliche Bindung vor der Verleihung der Staatsbürgerschaft. Er räumt jedoch ein, dass ähnliche Forderungen in früheren Koalitionsverhandlungen bereits abgelehnt wurden.
Poseck befürwortet schärfere Prüfungen in jedem Einbürgerungsfall. Sein Standpunkt: Doppelte Staatsangehörigkeiten sollten nur in seltenen Ausnahmefällen erlaubt sein, da sie die Integration und die Loyalität gegenüber Deutschland schwächen könnten. Gleichzeitig betont er, dass langjährige Einwohner, die sich in die Gesellschaft einbringen, weiterhin eine klare Perspektive auf die volle Mitgliedschaft erhalten sollten.
Beide Politiker sind sich einig, dass die Staatsbürgerschaft eine tiefere Verbindung zum Land widerspiegeln muss. Ihre Pläne würden die jüngsten Reformen rückgängig machen, die den Zugang zur Einbürgerung erleichtern sollten.
Falls die Vorschläge umgesetzt werden, würde sich der Weg zur Staatsbürgerschaft verlängern und die Möglichkeiten für eine doppelte Staatsangehörigkeit schrumpfen. Antragsteller müssten strengere finanzielle und aufenthaltsrechtliche Voraussetzungen erfüllen. Die Pläne deuten auf eine Verschärfung der Integrationspolitik innerhalb der CDU hin.






