Chaos in Wolfenbüttels Fußgängerzone: Wer bremst die Regelbrecher?
Verstöße in Wolfenbüttels Fußgängerzone nehmen stark zu
In der Wolfenbütteler Fußgängerzone häufen sich Verkehrswidrigkeiten. Anfang Juni wies Wirtschaft Wolfenbüttel e.V. (IWW) in einer Pressemitteilung auf das Problem hin: Radfahrer, E-Scooter-Nutzer und Lieferfahrzeuge würden wiederholt gegen die Regeln verstoßen und damit Fußgänger gefährden.
Der Verein forderte die Stadtverwaltung und die Polizei zum raschen Handeln auf. Vorgeschlagen wurden eine Aufklärungskampagne sowie strengere Kontrollen, um die Missstände einzudämmen. Zudem regte die IWW an, alle Beteiligten an einen Tisch zu holen, um gemeinsame Lösungen zu erarbeiten.
Die Stadt Wolfenbüttel erkannte die Sorgen an, verwies jedoch darauf, dass die Verkehrskontrollen in die Zuständigkeit der Polizei fallen. Man unterstütze zwar präventive Maßnahmen der Behörden, habe aber selbst keine Befugnis, Verstöße zu ahnden. Als Hürden für schärfere Überwachung wurden Personal- und Zeitmangel genannt.
Die Polizei kündigte daraufhin an, ab der folgenden Woche die Präsenz in der Fußgängerzone zu verstärken. Bußgelder aus den Kontrollen werden vom Ordnungsamt des Landkreises Wolfenbüttel bearbeitet. Zudem passt die Stadt die Lieferzeiten an, um sie besser mit den erlaubten Fahrradzeiten in Einklang zu bringen.
Laut Stadt sei eine weitere Abstimmung mit Polizei oder Landkreis nicht nötig, da die Thematik bereits in der Arbeitsgruppe Öffentliche Sicherheit behandelt werde. Die erhöhten Streifen sollen die Sicherheit für Fußgänger verbessern, und die angepassten Lieferregelungen könnten helfen, Konflikte in der Zone zu verringern.






