05 April 2026, 01:07

Charli XCX beendet ihr Brat Summer-Kapitel mit provokanter Mockumentary

Ein Plakat, das ein Konzert in Berlin, Deutschland, ankündigt, zeigt eine Gruppe farbig gekleideter Menschen vor einem Gebäude mit der Aufschrift 'Berlin - Die Stadt des Pariser Chicks' oben.

Charli XCX beendet ihr Brat Summer-Kapitel mit provokanter Mockumentary

Das 'Brat Summer'-Phänomen 2024 – ein filmisches Finale

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Das von der britischen Popikone Charli XCX maßgeblich geprägte 'Brat Summer'-Phänomen des Jahres 2024 hat seinen kinoreifen Abschluss gefunden. Ihre satirische Mockumentary The Moment feierte am 19. Februar auf der Berlinale Premiere und zog trotz eisiger Temperaturen Scharen von Fans an. Der Film markiert das Ende einer Ära – die Sängerin selbst erklärt dieses Kapitel für sich als abgeschlossen.

In The Moment spielt Charli XCX eine fiktionalisierte Version ihrer selbst. Das Projekt, das sie mitentwickelt hat, karikiert schonungslos die Zwänge der Musikindustrie, die Suche nach Authentizität und den allgegenwärtigen Sexismus. Die Handlung begleitet sie durch die Turbulenzen nach dem Erfolg ihres Albums Brat, während Alexander Skarsgård als manipulierender Studiochef auftritt, der ihren Konzertauftritt dokumentieren soll. Mit Auftritten von Kylie Jenner, Julia Fox und Rachel Sennott – allesamt in überzeichneten Versionen ihrer selbst – spitzt der Film seine beißende Abrechnung mit Ruhm und Selbstinszenierung weiter zu.

Nach seiner Uraufführung in Sundance und vor dem Berlinale-Debüt spaltet The Moment die Kritik. Einige loben den mutigen Blick auf künstlerische Langlebigkeit, andere bemängeln einen ungleichmäßigen Ton. Charli XCX beschreibt die Arbeit am Film als kathartisch – eine Möglichkeit, reale Frustrationen in Kunst zu kanalisieren. Die Themen – wie Trends vergehen und die Gefahren, zu lange im Rampenlicht zu verharren – spiegeln auch ihre eigene Entscheidung wider, sich von der Brat-Persona zu distanzieren.

Jenseits von The Moment wagt sich die Sängerin zunehmend auf die Schauspielbühne: Sie übernimmt Rollen in The Gallerist, I Want Your Sex und dem bevorstehenden Horror-Remake Faces of Death. Zudem komponiert sie den Soundtrack für Emerald Fennells Sturmhöhe-Adaption (2026) mit Margot Robbie und Jacob Elordi in den Hauptrollen. Dieser Schritt deutet auf eine künstlerische Neuausrichtung hin, weit entfernt von den Pop-Hymnen, die ihre frühen Jahre prägten.

Der kulturelle Einfluss des Brat-Albums war unübersehbar – selbst die US-Politik griff das Phänomen auf, als Kamala Harris während ihres Wahlkampfs den Begriff 'Brat Summer' aufgriff. Doch wie der Film nahelegt, ist Charli XCX bereit, diese Identität hinter sich zu lassen. "Es liegt jetzt an der Welt", sagte sie, "aber für mich ist es vorbei."

The Moment ist zugleich Abschied und Neuerfindung. Die Reaktionen auf den Film mögen gespalten sein, doch seine Existenz unterstreicht Charli XCX' Wandel von der Pop-Rebellin zur vielseitigen Künstlerin. Mit neuen Filmrollen und der Sturmhöhe-Partitur am Horizont zeichnet sich bereits ihr nächstes Kapitel ab – eines, das das Brat-Image endgültig hinter sich lässt.

AKTUALISIERUNG

Sundance 2026 review reveals deeper satire in Charli XCX's film

The film's Sundance premiere revealed sharper satirical elements absent in earlier reports. Key themes include:

  • A fictional bank's absurd brat card scheme to target Charli's audience.
  • Her label's push for #bratSummerForever clashing with her weariness of the trend.
  • The mockumentary's self-aware critique of celebrity culture and industry pressures.