14 June 2026, 02:16

Daimler beantragt Whistleblower-Status – BMW bricht Zusammenarbeit ab

Daimler-Chef: Selbstanzeige kein Schuldeingeständnis

Daimler beantragt Whistleblower-Status – BMW bricht Zusammenarbeit ab

Daimler hat in einem Kartellverfahren, das deutsche Automobilhersteller betrifft, den Status eines Hinweisgebers beantragt. Vorstandsvorsitzender Dieter Zetsche nahm bei einer Veranstaltung in Stuttgart erstmals öffentlich zu den Vorwürfen Stellung. Das Unternehmen betont, dass dieser Schritt keine Schuldzuweisung bedeute.

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Im Mittelpunkt des Falls stehen Gespräche deutscher Autohersteller über technische Standards und verwandte Themen. Die Europäische Union führt seit zwei Jahren Vorermittlungen durch, hat jedoch noch kein formelles Verfahren eingeleitet.

Zetsche machte deutlich, dass Daimlers Selbstanzeige nicht als Schuldeingeständnis zu werten sei. Unterdessen zeigte sich BMW verärgert und verunsichert über die Art und Weise, wie Daimler mit den Ermittlungen umgeht. Als Konsequenz hat das Unternehmen alle gemeinsamen Projekte mit dem Konkurrenten vorerst ausgesetzt.

BMW-Chef Harald Krüger hätte eigentlich auf einem kürzlichen Branchenkongress sprechen sollen, sagte seine Teilnahme jedoch wegen Krankheit ab.

Daimlers Antrag auf Whistleblower-Schutz wird derzeit geprüft. Die EU setzt ihre Vorermittlungen zu möglichen Kartellpraktiken fort. Das Ergebnis könnte künftige Kooperationen zwischen den Automobilherstellern beeinflussen.

Quelle