Dermbach diskutiert kontroverse Windenergiepläne mit 40 neuen Vorranggebieten
Sebastian HoffmannDermbach diskutiert kontroverse Windenergiepläne mit 40 neuen Vorranggebieten
In der Gemeinde Dermbach fand am Montag eine öffentliche Versammlung statt, um über Pläne zur Windenergie zu diskutieren. Rund 100 Teilnehmer, darunter Gemeinderäte und lokale Aktivisten, nahmen an der Veranstaltung teil. Im Mittelpunkt stand ein neuer Teilflächennutzungsplan für Windenergie sowie das ausgewiesene Vorranggebiet W 14.
Bürgermeister Thomas Hugk eröffnete die Sitzung mit der Betonung, sowohl die Vor- als auch die Nachteile der Windenergie abzuwägen. Landrat Dr. Michael Brodführer bestätigte, dass keine Windräder innerhalb des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön errichtet werden sollen.
Der zweite Entwurf des Teilplans sieht 40 neue Windvorranggebiete vor, die insgesamt etwa 7.483 Hektar umfassen. Damit wird das Windenergie-Ziel Thüringens für 2027 bereits übertroffen, die Vorgaben für 2032 werden jedoch nicht erreicht.
Während der Fragerunde überwogen kritische Wortmeldungen. Anwohner äußerten Bedenken hinsichtlich gesundheitlicher Auswirkungen, der Zerstörung des Landschaftsbilds und fehlender Bedarfsanalysen für den regionalen Energiebedarf. Viele forderten zudem eine direkte Bürgerbeteiligung oder eine Volksabstimmung zu dem Thema.
Die Versammlung zeigte, wie groß die lokalen Vorbehalte gegen die Windenergiepläne sind. Besonders laut wurden Forderungen nach mehr öffentlicher Teilhabe und klareren Bedarfsprüfungen. Der Plan wird nun unter Berücksichtigung dieser Diskussionen weiterverfolgt.






