Deutschland beschleunigt Sefe-Privatisierung mit Milliarden-Deal und Fusionplänen
Mila SimonDeutschland beschleunigt Sefe-Privatisierung mit Milliarden-Deal und Fusionplänen
Deutschland treibt die Pläne zur Privatisierung von Sefe voran, der ehemaligen Gazprom-Tochter in Deutschland. Die Bundesregierung strebt an, durch eine Kapitalerhöhung zwischen 1,5 und 2 Milliarden Euro einzunehmen. Gleichzeitig haben steigende Gaspreise und geopolitische Spannungen den Prozess beschleunigt.
Die deutsche Regierung muss ihren Anteil an Sefe bis Ende 2028 um mindestens 75 Prozent reduzieren. Nach der ersten Kapitalerhöhung sind weitere Verkäufe zu erwarten. Sefe, das Gasspeicher, Pipelines und eine britische Handelsabteilung betreibt, wird seine Kerngeschäfte zusammenhalten und nicht einzeln veräußern.
Zudem wird über eine mögliche Fusion mit Uniper, einem weiteren großen deutschen Gasimporteur, diskutiert.
In anderen Teilen Europas prüft Moldau unterdessen die Verstaatlichung seines Gasversorgers Moldovagaz, nachdem es zu einem Streit mit dem russischen Konzern Gazprom gekommen war. In Serbien hat das US-Finanzministerium eine letzte einmonatige Ausnahmegenehmigung von den Sanktionen für die serbische Ölgesellschaft Naftna Industrija Srbije (NIS) erteilt, die mehrheitlich russischen Unternehmen gehört. Ursprünglich hatte die USA Gazprom Neft 45 Tage Zeit eingeräumt, um seinen Anteil an NIS zu verkaufen.
Die Privatisierung von Sefe wird die deutsche Energielandschaft neu gestalten, wobei Fusionen und Vermögensverkäufe in Aussicht stehen. Die letzte US-Ausnahmegenehmigung für NIS verlängert eine vorübergehende Atempause, während die Verstaatlichungspläne Moldaus die anhaltenden Spannungen um die Gasversorgung in der Region unterstreichen.






