21 April 2026, 08:09

Kirchheim unter Teck setzt auf Konzept statt Höchstgebot für neues Wohnviertel

Farbcodierte Karte eines geplanten Wohnbaugebiets auf einem Blatt Papier mit beschrifteten Abschnitten und Textdetails.

Kirchheim unter Teck setzt auf Konzept statt Höchstgebot für neues Wohnviertel

Ein neues Wohnviertel in Kirchheim unter Teck entsteht durch ein innovatives Auswahlverfahren

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Statt das 3,5 Hektar große Grundstück an den Höchstbietenden zu verkaufen, entschied sich die Stadt Kirchheim unter Teck für das überzeugendste Projektkonzept. Das Steingau-Quartier, westlich der historischen Altstadt gelegen, beherbergt heute rund 850 Bewohner in 45 Gebäuden.

Die Stadt setzte auf ein konzeptbasiertes Vorgehen und legte nach unabhängigen Gutachten feste Bodenpreise fest. Dadurch konnten sich Entwickler unterschiedlicher Größe am Verfahren beteiligen. Das Interesse war groß: Die Nachfrage nach den Grundstücken überstieg das Angebot um das Dreifache.

Der Auswahlprozess begann mit einer transparenten Vorprüfung, gefolgt von vertieften Gesprächen und einer abschließenden Empfehlung an den Stadtrat. Entscheidend waren klare Kommunikation, realistische Zeitpläne und gut definierte Schnittstellen zwischen den Projekten. Die Stadtverwaltung begleitete die Vorhaben mit regelmäßigen Fortschrittskontrollen und schloss die Verkäufe erst ab, wenn die Planungen weit fortgeschritten waren.

Ein zentraler Aspekt war das Zusammenspiel zwischen Leuchtturmprojekten und den umliegenden Bauten. Um die Effizienz zu steigern, wurden in jeder Bauzone gemeinsame Tiefgaragenlösungen umgesetzt. Ziel war es, dass jedes Projekt eigenständig funktioniert, gleichzeitig aber das Viertel und das gesamte Stadtgebiet aufwertet.

Heute präsentiert sich das Steingau-Quartier als sichtbar lebendige Gemeinschaft. Die konzeptgestützte Auswahl sorgte dafür, dass die Vorhaben zu den langfristigen Zielen der Stadt passten. Mit 850 Bewohnern zeigt das Viertel, wie geplante Koordination städtisches Wachstum prägen kann.

Quelle