Deutschland verpasst EU-Frist für mehr Lohngerechtigkeit durch Transparenzregeln
Mila SimonDeutschland verpasst EU-Frist für mehr Lohngerechtigkeit durch Transparenzregeln
Deutschland hat die EU-Frist für die Einführung von Regeln zur Gehalts transparenz verpasst. Das Land hätte die EU-Richtlinie zur Lohn transparenz bis zum 7. Juni in nationales Recht umsetzen müssen. Nun geben Beamte zu, dass das Ziel nicht termingerecht erreicht wird.
Die EU-Richtlinie zur Lohntransparenz soll Gehaltsunterschiede zwischen Beschäftigten aufdecken. Sie verpflichtet Unternehmen, Gehaltsinformationen offenzulegen, um Lohnungleichheiten sichtbarer zu machen. Wie alle Mitgliedstaaten hatte auch Deutschland bis zum 7. Juni Zeit, die Vorgaben in nationales Recht zu überführen.
Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) hat bereits Vorbereitungen getroffen. Die Ausarbeitung von Gesetzentwürfen und die Abstimmung mit Beteiligten gehörten zu den ersten Schritten. Doch nun heißt es aus dem Ministerium, dass weitere Koordinierung nötig sei, bevor die Richtlinie vollständig umgesetzt werden könne.
Da die Juni-Frist verstrichen ist, hat das Ministerium keinen neuen Zeitplan vorgelegt. Die Verzögerung bedeutet, dass deutsche Arbeitnehmer länger auf die durch die EU-Regeln versprochene größere Gehaltstransparenz warten müssen.
Mit der verpassten Frist bleibt Deutschland vorerst hinter den EU-Anforderungen zurück. Unternehmen und Beschäftigte müssen sich weiterhin nach den alten Regelungen richten, bis die neuen Gesetze verabschiedet sind. Weitere Updates zum Umsetzungsprozess werden erwartet, sobald die Abstimmungen abgeschlossen sind.






