10 May 2026, 22:16

DGB attackiert Reformpläne von Union und SPD als sozial ungerecht

Eine große Gruppe von Menschen steht vor einem Gebäude, einige halten Schilder und tragen Helme, mit einem Schildständer im Vordergrund und einem Baum im Hintergrund, scheinbar protestierend gegen eine deutsche Regierungspolitik.

DGB attackiert Reformpläne von Union und SPD als sozial ungerecht

DGB übt scharfe Kritik an Reformplänen von Union und SPD

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat die jüngsten Reformvorschläge von CDU/CSU und SPD scharf angegriffen. Auf seinem Bundeskongress in Berlin, der an diesem Sonntag beginnt, wird der Gewerkschaftsdachverband Pläne zurückweisen, die Arbeitnehmerrechte und soziale Absicherung gefährden. Die Führungsebene betont, dass Beschäftigte bereits überlastet seien, während Unternehmen ihrer Verantwortung nicht ausreichend nachkämen.

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In einem Entwurf für die Kongressresolution wirft der DGB der Bundesregierung tiefe Zerrissenheit vor. Statt einer kohärenten Politik verstrickten sich die Verantwortlichen demnach in interne Grabenkämpfe. Die Gewerkschaft fordert, dass neue Maßnahmen nur mit breiter Zustimmung und auf Basis eines klaren, konsensorientierten Ansatzes umgesetzt werden dürfen.

Kritik an konkreten Vorhaben Besonders im Visier der Kritik stehen Vorhaben wie die Abschaffung des Acht-Stunden-Tags, die Streichung gesetzlicher Feiertage und die Schwächung des Kündigungsschutzes. Der DGB warnt, solche Schritte würden die Belastung für Arbeitnehmer weiter verschärfen. Ein weiterer Streitpunkt ist die geplante Einführung einer teilweisen Krankschreibung, die nach Ansicht der Gewerkschaft dazu führen würde, dass mehr Beschäftigte trotz Krankheit zur Arbeit erscheinen.

Soziale Ungleichheit droht zu wachsen Im Gesundheitsbereich prangert der DGB die ungleiche Finanzierungslast für Versicherte an. Zudem lehnt er Kürzungen bei der gesetzlichen Rente ab und argumentiert, dass Sparmaßnahmen die soziale Ungleichheit vertiefen würden. Die Resolution unterstreicht, dass frühere Reformen bereits an mangelnder Akzeptanz gescheitert seien und Beschäftigte so weiteren Härten ausgesetzt blieben.

Berliner Kongress als Weichenstellung Die klare Haltung des DGB bereitet den Boden für eine kontroverse Debatte auf dem Berliner Kongress. Die Delegierten werden sich gegen Vorhaben stemmen, die ihrer Meinung nach Arbeitnehmer einseitig belasten, während Unternehmen kaum in die Pflicht genommen werden. Das Ergebnis der Beratungen könnte künftige Verhandlungen zu Arbeitsrechten, Rentenpolitik und Gesundheitsfinanzierung maßgeblich prägen.

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