19 March 2026, 20:08

Drei Bundesländer testen Wald-Wasserspeicher gegen Klimawandel und Dürren

Diagramm eines Waldes mit verschiedenen Wasserständen in Bäumen und Pflanzen mit begleitendem erklärendem Text.

Drei Bundesländer testen Wald-Wasserspeicher gegen Klimawandel und Dürren

Drei deutsche Bundesländer haben Pilotprojekte gestartet, um die Wasserspeicherung in Wäldern zu verbessern. Baden-Württemberg, Bayern und Hessen testen neue Methoden, mit denen Wälder besser an den Klimawandel angepasst werden sollen. Die Maßnahmen zielen darauf ab, Dürren, Überschwemmungen und Bodenerosion zu verhindern und gleichzeitig das Grundwasser sauber zu halten.

Die Projekte orientieren sich am Modell Baden-Württembergs, wo Wälder so umgestaltet werden, dass sie Wasser länger zurückhalten und auf natürliche Weise filtern. Fachleute gehen davon aus, dass dieser Ansatz Wälder widerstandsfähiger gegen extreme Wetterbedingungen machen könnte.

Wälder spielen eine zentrale Rolle im Wasserkreislauf. Ihr Boden wirkt wie ein Schwamm: Er saugt Regenwasser auf und gibt es langsam wieder ab. Dadurch werden Sturzfluten in angrenzenden Ortschaften verhindert und der Boden vor Abspülung geschützt.

Bäume tragen zudem zur Wolkenbildung und zu lokalen Niederschlägen bei. Durch Verdunstung kühlen sie die Luft und sorgen im Sommer für eine erfrischende Wirkung. Zudem sickert Wasser durch die verschiedenen Bodenschichten des Waldes und tritt als sauberes Grundwasser zutage – eine wichtige Ressource für Trinkwasser und Landwirtschaft.

Um diese Vorteile zu verstärken, leitet das Forstliche Forschungsinstitut Baden-Württemberg die Pilotvorhaben. Eine Methode sieht vor, Wasserquerungen entlang von Waldwegen so umzugestalten, dass das Wasser länger im Wald bleibt. Ein weiterer Ansatz zielt darauf ab, rein aus Nadelbäumen bestehende Monokulturen in Mischwälder mit Laubbäumen umzuwandeln. Diese vielfältigeren Wälder speichern Wasser effizienter, mindern Dürrerisiken und sichern die Grundwasservorräte.

Bis März 2026 hatten alle drei Bundesländer ähnliche Projekte entweder gestartet oder ausgeweitet. Das Ziel ist es, Wälder zu schaffen, die sowohl Starkregen als auch lange Trockenperioden standhalten.

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Die Pilotprojekte könnten die Art und Weise verändern, wie Wälder in einem wärmeren Klima mit Wasser umgehen. Bei Erfolg könnten die Methoden auch in anderen Regionen mit ähnlichen Herausforderungen übernommen werden. Im Mittelpunkt steht dabei, Wälder anpassungsfähiger zu machen, die Wasserqualität zu schützen und das Überschwemmungsrisiko für benachbarte Gemeinden zu verringern.

Quelle