Erneuerbare Energien schaffen 436.000 Jobs – doch politische Risiken bleiben
Sebastian HoffmannErneuerbare Energien schaffen 436.000 Jobs – doch politische Risiken bleiben
Deutschlands Erneuerbare-Energien-Branche erreicht neuen Beschäftigungsrekord
Im Jahr 2025 hat die Branche der erneuerbaren Energien in Deutschland einen neuen Meilenstein bei der Beschäftigung erreicht: 436.000 Arbeitsplätze wurden unterstützt – ein Plus von fast vier Prozent gegenüber dem bisherigen Höchststand aus dem Jahr 2023. Das Wachstum unterstreicht die zunehmend wichtige Rolle des Sektors für die Wirtschaft.
Die Windenergie bleibt mit 172.000 Beschäftigten der größte Arbeitgeber, gefolgt von der Biomasse-Branche mit rund 97.000 Jobs. Die Solarenergie bietet fast 90.000 Menschen Arbeit, während der Wärmepumpensektor etwa 72.000 Stellen sichert.
Frühere politische Kurswechsel hatten jedoch Rückschläge zur Folge. Kürzungen bei den Solarförderungen und Änderungen der Ausschreibungsregeln für Windenergie führten in der Vergangenheit zu Arbeitsplatzverlusten. Die Bertelsmann Stiftung hat diese Fehlentwicklungen analysiert und warnt, dass allein der Ausbau der Kapazitäten keine Garantie für mehr Jobs sei – wie das Beispiel der Photovoltaik-Industrie zeige.
Die Stiftung betont nun die Notwendigkeit stabiler politischer Rahmenbedingungen. Solche Bedingungen ziehen private Investitionen an und helfen, Arbeitsplätze langfristig zu sichern. Gleichzeitig fordert sie neue Gesetzgebungen, um Beschäftigung im Zuge des weiteren Wachstums des Sektors zu schützen.
Die Rekordzahlen bei der Beschäftigung belegen das Potenzial der Erneuerbaren-Branche. Doch die Warnungen der Stiftung machen deutlich: Ohne verlässliche politische Weichenstellungen könnten frühere Fehler den künftigen Fortschritt gefährden.
