26 June 2026, 22:07

EU-Streit um Methan-Regeln: Deutschland fordert mehr Zeit für Energieimporte

Deutschland warnt: EU-Methan-Regeln könnten Jet-Treibstoff- und LNG-Importe stören

EU-Streit um Methan-Regeln: Deutschland fordert mehr Zeit für Energieimporte

Deutschland hat sich mit anderen EU-Regierungen zusammengeschlossen, um sich gegen die geplanten Methan-Emissionsvorschriften der Union für importiertes Öl und Gas auszusprechen. Der Schritt spiegelt größere Bedenken hinsichtlich der Energiesicherheit und Marktstabilität wider. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche argumentiert, dass Berlin mehr Zeit benötige, um sich auf das Inkrafttreten der Regelungen vorzubereiten.

Streitpunkt ist der Plan der EU, Methan-Beschränkungen für Energieimporte einzuführen – eine Maßnahme, die einige Regierungen und Branchenverbände als derzeit nicht umsetzbar kritisieren. Reiche betonte, dass zusätzliche Zeit notwendig sei, um sicherzustellen, dass Deutschland weiterhin die Versorgung mit Gas und Erdölprodukten, einschließlich Kerosin für die Luftfahrt, gewährleisten könne.

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Die Europäische Kommission lehnt es bisher ab, die Verordnung zu überarbeiten, räumt jedoch Umsetzungsprobleme ein. Unterdessen fordern zwölf EU-Mitgliedstaaten eine dreijährige Verschiebung und verweisen auf unvorbereitete Kontrollsysteme. Umweltverbände und Energieexperten widersprechen dieser Einschätzung jedoch.

Die Debatte entsteht vor dem Hintergrund eines unter Druck stehenden europäischen Energiesystems, wobei die Märkte für Flugtreibstoff bereits durch Störungen in der Straße von Hormus belastet werden. Auch Nicht-EU-Lieferländer wie die USA haben Bedenken geäußert und warnen, das Gesetz könnte die Gaslieferungen in die Union gefährden.

Die Methanbilanz entwickelt sich zunehmend zu einem Faktor für den Marktzugang, wobei Lieferanten mit geringeren Emissionen potenziell Wettbewerbsvorteile in den europäischen Lieferketten erlangen könnten.

Die geplanten Regeln könnten ab 2027 die Einfuhren von Erdölprodukten, darunter auch Flugtreibstoff, einschränken. Die EU-Minister werden in Kürze über den Antrag auf Aufschub beraten. Das Ergebnis wird sowohl die Klimapolitik als auch den Energiehandel in den kommenden Jahren prägen.

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