FDA rügt Novo Nordisk wegen täuschender Ozempic-Werbung erneut ab
Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hat den Pharmakonzern Novo Nordisk wegen einer irreführenden Werbung für sein Diabetes-Medikament Ozempic abgemahnt. Die Aufsichtsbehörde wirft dem Unternehmen vor, in dem Spot fälschlich den Eindruck erweckt zu haben, das Präparat sei seinen Konkurrenten überlegen, während gleichzeitig wichtige Sicherheitshinweise heruntergespielt wurden. Es ist bereits die zweite Rüge für Novo Nordisk innerhalb eines Monats.
Im Fokus der FDA-Kritik steht der Werbespot "Es gibt nur ein Ozempic", der in diesem Jahr ausgestrahlt wurde. Laut Behörde suggeriert der Clip zu Unrecht, Ozempic verfüge über die meisten von der FDA genehmigten Anwendungsgebiete unter allen Diabetes-Medikamenten. Die Beamten argumentieren, diese Aussage täusche Verbraucher über angeblich universelle Vorteile hinweg, ohne dass dafür ausreichende Belege vorlägen.
Zudem moniert die FDA die Platzierung der Sicherheitshinweise in der Werbung: Diese erscheinen erst nach dem Abspann mit Jingles und Hersteller-Logo und könnten daher leicht übersehen werden. Novo Nordisk hat nun 15 Werktage Zeit, um auf die Vorwürfe zu reagieren.
Diese aktuelle Abmahnung folgt einer ähnlichen Rüge im Februar, als die FDA irreführende Aussagen in einem Werbespot für das Abnehmpräparat Wegovy desselben Herstellers beanstandete. Die verschärften Kontrollen stehen im Zusammenhang mit einer breiter angelegten Initiative für strengere Werberegeln bei Medikamenten, die der damalige US-Präsident Donald Trump 2025 auf den Weg gebracht hatte.
Allein im vergangenen Jahr hat die FDA 14 Unternehmen wegen täuschender Marketingpraktiken verwarnen müssen – darunter sieben Pharmafirmen wie Pfizer, Novartis und Eli Lilly, die allesamt wegen irreführender Produktwerbung kritisiert wurden.
Novo Nordisk muss die Bedenken der FDA nun innerhalb der gesetzten Frist ausräumen. Der Fall unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, irreführende Arzneimittelwerbung auf dem US-Markt einzudämmen. Sollte das Unternehmen die Vorwürfe nicht klären, drohen weitere regulatorische Maßnahmen.






