Großrazzia in Langenfeld: Wohnsitzbetrug und illegale Wohnnutzung aufgedeckt
Mila SimonGroßrazzia in Langenfeld: Wohnsitzbetrug und illegale Wohnnutzung aufgedeckt
Gemeinsame Razzia in Langenfeld deckt Wohnsitzbetrug und illegale Wohnnutzung auf
Bei einer groß angelegten Kontrollaktion in Langenfeld sind gefälschte Meldeanschriften und illegale Wohnpraktiken aufgedeckt worden. Die von lokalen Behörden geleitete Operation richtete sich gegen Scheinanmeldungen und nicht gemeldete Nutzungen von Immobilien. Die Ermittler vermuten Verbindungen zur organisierten Kriminalität sowie Sozialleistungsbetrug.
Die Aktion fand im Rahmen der Initiative GeKo Rhein Wupper statt, einem länderübergreifenden Projekt, an dem Leverkusen, Wuppertal, Solingen, Remscheid und Langenfeld beteiligt sind. Ein Einsatzteam aus 19 Beamten – darunter Vollzugskräfte, Bauaufsichtsmitarbeiter, Ausländerbehörden und Polizei – führte die Ermittlungen durch.
Im Stadtteil Reusrath wurden zwölf Scheinwohnsitze entdeckt, die allesamt auf EU-Bürger aus Osteuropa registriert waren. Die Betroffenen werden nun abgemeldet. Zudem stießen die Ermittler in Langenfeld auf eine dritte Adresse, bei der Scheinanmeldungen möglicherweise dazu dienten, aufenthaltsrechtliche Vorschriften zu umgehen.
In Richrath deckten die Behörden einen Verstoss gegen die Meldepflicht auf, der zur Abmeldung führte. Im Raum stehen zudem der Verdacht einer vorgetäuschten Vaterschaft sowie nicht genehmigte Baumaßnahmen. Sieben Personen gerieten darüber hinaus wegen unklaren Aufenthaltsstatus, Verdachts auf Schwarzarbeit und nicht angemeldeter Gewerberäume ins Visier der Ermittler.
Die Operation förderte zudem unerlaubte Nutzungsänderungen von Immobilien und Verstöße gegen das Wohnraumstärkungsgesetz zutage. Oliver Konsierke, Leiter des Ordnungsamts, koordinierte den Einsatz, unterstützt von Bürgermeister Gerold Wenzens und dem stellvertretenden Bürgermeister Christian Benzrath.
Die Ergebnisse deuten auf größere Zusammenhänge hin, darunter mögliche Geldwäsche und Briefkastenfirmen. Die Behörden werden die aufgedeckten Fälle weiter untersuchen. Die Initiative GeKo Rhein Wupper bleibt aktiv im Kampf gegen grenzüberschreitende Kriminalität und Wohnungsbetrug.






