Florentina Holzinger revolutioniert Pfingstfest mit radikaler Performance in Wien
Emil NeumannFlorentina Holzinger revolutioniert Pfingstfest mit radikaler Performance in Wien
Österreichische Künstlerin Florentina Holzinger inszeniert mutiges Pfingst-Spektakel in Wien
Die österreichische Künstlerin Florentina Holzinger hat in Wien eine kühne Pfingstperformance auf die Bühne gebracht, die Kunst, Zirkus und extremes Spektakel vereint. Die im Wiener Eislaufverein abgehaltene Veranstaltung ehrte das radikale Erbe Hermann Nitschs, während sie mit modernster Technik und waghalsigen körperlichen Leistungen Grenzen überschritt.
Die Aufführung begann mit einer Parodie des „Letzten Abendmahls“ im Innenhof von Schloss Prinzendorf, Nitschs geistigem Zuhause. Holzinger und ihr rein weibliches Ensemble deuteten die biblische Szene neu, bevor es zum Hauptakt ging. Das Publikum wurde ins Schloss gebracht, wo sich der zweite Teil entfaltete.
Eine nackte Performerin ließ sich in Zeitlupe an der Fassade des Hotels Intercontinental hinab, was eine dramatische Stimmung schuf. Gleichzeitig zermalmte ein Monstertruck einen Panzer – ein symbolischer Appell für Frieden –, während eine Fallschirmspringerin mit einem Taubenhelm als Heiliger Geist landete. Den Höhepunkt bildete Holzinger mit ihren „Jüngerinnen“, die schwebend in der Luft hingen und sanft hin- und herschwangen.
Holzingers Werk hob sich von früheren Aktionskunst-Bewegungen ab, indem es Drohnen, Motorräder und sogar eine „Malaktion“ einband, bei der eine gekreuzigte Performerin von oben mit roter Farbe bespritzt wurde. Der opulente Einsatz von Materialien – von Autos bis zu Fallschirmen – unterstrich ihren Ruf, Kunst mit einer intensiven, körperlichen Erfahrung zu verbinden.
Die Performance markierte Holzingers Abkehr vom traditionellen Aktionismus und zeigte sowohl Hightech-Elemente als auch extreme Körperlichkeit. Ihre Neudeutung von Nitschs Themen, kombiniert mit zirkusartigem Spektakel, hinterließ beim Publikum einen bleibenden Eindruck. Die Veranstaltung festigte ihren Platz als provokative Kraft in der zeitgenössischen Performancekunst.






