Freiburger Knopfhäusle-Siedlung erhält renommierten Otto-Borst-Preis für vorbildliche Nachbarschaft
Sebastian HoffmannFreiburger Knopfhäusle-Siedlung erhält renommierten Otto-Borst-Preis für vorbildliche Nachbarschaft
Freiburger Knopfhäusle-Siedlung gewinnt den Otto-Borst-Preis 2026 in der Kategorie „Nachbarschaft“
Die Freiburger Wohnsiedlung Knopfhäusle ist mit dem Otto-Borst-Preis 2026 in der Kategorie „Nachbarschaft“ ausgezeichnet worden. Die Auszeichnung wurde der Stadt Freiburg und der Freiburger Stadtbau GmbH (FSB) auf einer internationalen Konferenz in Trier überreicht. Gewürdigt wurden die jüngste Sanierung der Anlage sowie ihr partizipativer Ansatz, der die Bewohnerschaft aktiv einbindet.
Die Arbeitersiedlung Knopfhäusle entstand ursprünglich zwischen 1869 und 1886 für Beschäftigte einer Knopffabrik in der Kartäuserstraße. Das Ensemble besteht aus Reihenhäusern und mehreren historischen Nebengebäuden, die heute im Besitz der Freiburger Stadtbau GmbH – einer Tochter der FSB – sind.
Seit 2020 durchlief die Siedlung eine grundlegende Sanierung. Das Projekt stützte sich auf detaillierte bauhistorische Recherchen und ein maßgeschneidertes Denkmalkonzept. Ziel war es, die denkmalgeschützten Gebäude an moderne Wohnstandards anzupassen, ohne ihren ursprünglichen Charakter zu verlieren.
Die Bewohner:innen spielten eine zentrale Rolle bei der Gestaltung der Sanierungspläne. Die Finanzierung erfolgte über das Städtebauförderprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ mit Mitteln des Bundes, des Landes und der Kommune sowie durch Kredite der KfW-Bank.
Die Auszeichnung unterstreicht die gelungene Wiederbelebung einer historischen Arbeitersiedlung, die ihr kulturelles Erbe bewahrt und gleichzeitig zeitgemäßen Ansprüchen gerecht wird. Die Ehrung wurde im Rahmen der Forum Stadt-Konferenz in Trier verliehen.






