Gericht entscheidet über umstrittenen Ausbau der Autobahn A39
Ein für nächsten Dienstag erwartetes Gerichtsurteil könnte über das Schicksal des Ausbaus der Autobahn A39 zwischen Wolfsburg und Gifhorn entscheiden. Das Projekt liegt seit Jahren wegen Klagen des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) auf Eis. Nach der letzten Verhandlung am 23. Juni steht nun eine Entscheidung bevor.
Ziel des A39-Ausbaus ist die Verbindung zwischen Lüneburg und Wolfsburg, wobei die Strecke durch Helmstedt, Wolfenbüttel und Braunschweig führen soll. Der südliche Abschnitt, der von Wolfsburg bis nach Ehra im nördlichen Landkreis Gifhorn verläuft, umfasst auch Pläne für einen neuen Rastplatz Tappenbecker Moor in der Nähe des Autobahnkreuzes Weyhausen.
Der BUND hatte bereits 2019 gegen den Planfeststellungsbeschluss für diesen Abschnitt geklagt. Das Gericht gab der Umweltorganisation zunächst recht, woraufhin im Dezember 2020 eine Nachbesserung und ein ergänzendes Verfahren folgten. Eine zweite Klage im Jahr 2024 hielt die Rechtssache weiter offen. Aktuell heißt es auf der Website der Autobahn GmbH, der Planfeststellungsbeschluss für den südlichen Abschnitt liege zwar vor, sei aber aufgrund des laufenden Rechtsstreits noch nicht vollziehbar.
Das anstehende Urteil könnte den Weg für die Wiederaufnahme der Bauarbeiten in Wolfsburg und Gifhorn freimachen. Bei einer positiven Entscheidung könnte das seit Jahren verzögerte Projekt vorankommen. Die Richtersprüche werden zeigen, ob der Planfeststellungsbeschluss Bestand hat oder weitere juristische Hürden drohen.






