Goslar testet Tempo 30 auf Ohlhofbreite und Kurt-Schumacher-Allee für mehr Sicherheit
Sebastian HoffmannGoslar testet Tempo 30 auf Ohlhofbreite und Kurt-Schumacher-Allee für mehr Sicherheit
Goslar führt ab 9. April sechsmonatige Testphase für Tempo 30 auf Ohlhofbreite und Kurt-Schumacher-Allee ein
Mit der Maßnahme sollen die Verkehrssicherheit und die Lebensqualität im Stadtteil Ohlhof verbessert werden. Anwohner:innen und der Stadtrat unterstützen die Initiative, nachdem eine Petition für Verkehrsberuhigung 238 Unterschriften gesammelt hatte.
In der Testzone gilt die Regel "rechts vor links" – Autofahrer:innen müssen also Fahrzeugen von rechts Vorfahrt gewähren. Während der Probephase kommen weder Blitzer noch andere Kontrollinstrumente zum Einsatz. Stattdessen setzt die Stadt auf regelmäßige Verkehrserhebungen, um die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung zu überwachen und die Wirksamkeit des Projekts zu messen.
Ziel ist es, die durchschnittliche Geschwindigkeit auf ein V85-Niveau von 36 km/h zu senken – das bedeutet, dass nicht mehr als 15 Prozent der Fahrenden schneller als dieser Wert unterwegs sind. Wird das Ziel erreicht, könnte die Tempo-30-Zone dauerhaft bleiben. Das Vorhaben wird sowohl vom Ohlhof-Nachbarschaftsverein als auch vom Goslarer Stadtrat befürwortet.
Obwohl keine genauen Unfallzahlen für die beiden Straßen der vergangenen drei Jahre öffentlich einsehbar sind, können detaillierte Daten über offizielle Kanäle angefordert werden – etwa bei der niedersächsischen Polizei oder der städtischen Verkehrsbehörde über unfallstatistik.niedersachsen.de.
Die Testphase läuft bis Oktober, in dieser Zeit werden Daten gesammelt, um die Auswirkungen zu bewerten. Bei Erfolg könnte die reduzierte Geschwindigkeitsbegrenzung langfristig bestehen bleiben. Das Projekt spiegelt die wachsende Nachfrage nach sichereren und leiseren Straßen im Viertel Ohlhof wider.






