Graham Linehan wirft BBC vor, ihn in Doctors als transfeindlich dargestellt zu haben
Amelie HoffmannGraham Linehan wirft BBC vor, ihn in Doctors als transfeindlich dargestellt zu haben
Der Comedy-Autor Graham Linehan wirft BBC-Drehbuchautoren vor, ihn in der Arztserie Doctors in ein negatives Licht gerückt zu haben. Der 57-Jährige behauptet, die fiktive Figur Dr. Graham Elton sei extra erfunden worden, um ihn zu diffamieren. Die BBC bestreitet jeden Zusammenhang zwischen der Figur und Linehan.
Streitpunkt ist eine geschiedene, transfeindliche Seriefigur, die Parallelen zu Linehans Privatleben und seiner öffentlichen Haltung aufweist. Seine Ehe mit Helen Serafinowicz endete 2020 – mitunter wegen der Kritik an seinen anti-transgender-Positionen. Das Paar hat zwei gemeinsame Kinder, einen Sohn und eine Tochter. Aufgrund seiner umstrittenen Ansichten wurde zudem sein Auftritt beim Edinburgh Fringe Festival 2023 abgesagt.
In Doctors trägt die Figur Dr. Graham Elton nicht nur Linehans Vornamen, sondern wird ebenfalls als geschieden und transfeindlich dargestellt. BBC Studios betont, die Serie sei durchgehend fiktiv und die Charaktere hätten keine realen Vorbilder. Stand April 2026 hat die BBC auf Linehans Vorwürfe weder offiziell reagiert noch sind rechtliche Schritte bekannt geworden.
Die Handlung der Serie spielt an einem erfundenen Ort und zeigt ausschließlich frei erfundene Figuren. Linehan jedoch besteht darauf, dass die Darstellung ein gezielter Angriff auf seinen Ruf gewesen sei. Die BBC hält weiterhin daran fest, dass Doctors ein reines Werk der Fiktion ohne Bezug zu realen Personen sei. Bislang haben Linehans Behauptungen weder zu einer öffentlichen Stellungnahme noch zu juristischen Konsequenzen seitens des Senders geführt. Der Streit unterstreicht die anhaltenden Spannungen zwischen dem Autor und den Medien wegen seiner kontroversen Ansichten.






