11 May 2026, 10:12

Grüne in Rheinland-Pfalz setzen auf rein weibliches Führungsteam nach Wahldebakel

Zwei Frauen stehend an einem Rednerpult mit Mikrofon, Bildschirm und Blumen bei einer Grünen-Veranstaltung zur Diskussion von Umweltnachhaltigkeit.

Grüne in Rheinland-Pfalz setzen auf rein weibliches Führungsteam nach Wahldebakel

Die Grünen in Rheinland-Pfalz wählen erstmals rein weibliche Führung

Zum ersten Mal in ihrer Geschichte haben die Grünen in Rheinland-Pfalz eine ausschließlich aus Frauen bestehende Parteispitze gewählt. Dies folgt auf die enttäuschende Landtagswahl im März, bei der die Partei nur 7,9 Prozent der Stimmen holte und nach 15 Jahren in der Regierung ihre Regierungsbeteiligung verlor. Das neue Team will nun die Unterstützung zurückgewinnen und bis 2031 an die Macht zurückkehren.

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Auf dem Landesparteitag wurden Christin Sauer und Carolin Cloos zu gleichberechtigten Vorsitzenden gewählt. Sauer, seit 2019 Stadträtin in Mainz, sicherte sich bereits im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit. Cloos aus Worms erhielt 72,28 Prozent der Stimmen.

Eine weitere zentrale Figur ist Katrin Eder, die künftig die grüne Landtagsfraktion anführen wird. Die Partei stellt in der neuen Legislaturperiode zehn Abgeordnete – weniger als in der vorherigen Wahlperiode.

Im Wahlkampf hatte Eder das „Schwarmkraftwerk“ als grüne Erfolgsgeschichte hervorgehoben. Die Initiative ging jedoch ursprünglich auf Volker Hans, einen FDP-Politiker aus Mainz, zurück. Nun setzen die Grünen darauf, stärker mit den Wählerinnen und Wählern in Dialog zu treten, deren Anliegen aufzunehmen und aus der Opposition heraus Politik zu gestalten.

Sauer hat ein klares Ziel vorgegeben: das Vertrauen der Bevölkerung zurückzugewinnen und die Grünen bis 2031 wieder in die Landesregierung zu führen. Vor ihrer neuen Rolle leitete sie von Ende 2021 bis Anfang 2025 den Mainzer Grünen-Kreisverband.

Die Partei steht nun vor der Herausforderung, nach dem Wahldebakel wieder an Einfluss zu gewinnen. Mit einem frischen Führungsteam und einer Strategie, die auf direkte Bürgerbeteiligung setzt, wollen die Grünen ihre Position auf kommunaler und Bundesebene stärken. Die nächste Landtagswahl 2031 wird zeigen, ob dieser Ansatz erfolgreich ist.

Quelle