Hamburg bricht Kreuzfahrt-Rekorde: 1,4 Millionen Passagiere und mehr Umweltbewusstsein
Mila SimonHamburg bleibt Deutschlands größter Kreuzfahrthafen - Hamburg bricht Kreuzfahrt-Rekorde: 1,4 Millionen Passagiere und mehr Umweltbewusstsein
Hamburg hat seine Position als Deutschlands führender Kreuzfahrthafen weiter gefestigt: 2023 begrüßte die Stadt 1,4 Millionen Passagiere. Mit 295 Schiffanläufen, steigenden Übernachtungszahlen und höheren Ausgaben der Reisenden verzeichnete der Standort ein Rekordjahr. Nun laufen die Vorbereitungen für 2024 auf Hochtouren – und es werden noch mehr Schiffe erwartet.
Im vergangenen Jahr fertigten Hamburgs drei Kreuzfahrtterminals 46 verschiedene Schiffe ab, darunter drei Jungfernfahrten. Die Passagierzahlen stiegen im Vergleich zu 2022 um 100.000 auf insgesamt 1,4 Millionen. Die Terminals trugen maßgeblich zum lokalen Tourismus bei: 70 Prozent der Besucher nutzten die Gelegenheit, um Restaurants, Kulturstätten oder Geschäfte zu erkunden.
Ein besonderer Fortschritt gelang 2023 beim Landstrom: 162 Schiffe schlossen sich während ihrer Liegezeit ans Stromnetz an – ein Plus von 25 Prozent gegenüber 2022. Damit wurden 71 Prozent aller infrage kommenden Anläufe abgedeckt, ein Zeichen für die wachsenden Bemühungen um umweltfreundlichere Hafenbetriebe. Die Umweltorganisation NABU setzt sich seit Langem für geringere Emissionen in der Kreuzfahrtbranche ein und beobachtet die Entwicklungen weiterhin kritisch.
Für 2024 rechnet Hamburg mit 331 Schiffanläufen, zusätzlich 47 Flusskreuzfahrt-Besuchen und acht Erstanläufen neuer Schiffe. Bis dahin werden alle drei Terminals mit Landstrom ausgestattet sein – und damit die EU-Vorgaben ganze vier Jahre vor Frist erfüllen. Gleichzeitig verlängern mittlerweile 38 Prozent der Passagiere ihren Aufenthalt in der Stadt und geben durchschnittlich 133,59 Euro aus.
Hamburg bleibt Deutschlands unangefochtener Spitzenreiter im Kreuzfahrtgeschäft, mit steigenden Passagierzahlen und ambitionierten Umweltschutzmaßnahmen. Der Ausbau der Landstromversorgung und die wachsende Zahl an Übernachtungen deuten auf ein weiteres Wachstum im kommenden Jahr hin. Die NABU wird weiterhin Druck für nachhaltigere Praktiken machen – insbesondere, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern.






