Hamburger Kinder- und Jugendverband droht wegen 120.000 Euro die Schließung
Amelie HoffmannHamburger Kinder- und Jugendverband droht wegen 120.000 Euro die Schließung
Hamburgs Verband für Kinder- und Jugendarbeit (VKJH) steht vor der Schließung
Der Verband für Kinder- und Jugendarbeit Hamburg (VKJH) kämpft wegen finanzieller Instabilität ums Überleben. Die Organisation, ein zentrales Netzwerk für offene Kinder- und Jugendarbeit, scheitert daran, die notwendigen Mittel für ihren Kernbetrieb zu sichern.
Der VKJH beschäftigt 90 fest angestellte Mitarbeiter:innen und arbeitet mit 150 freiberuflichen Kräften zusammen. Trotz dieser Größe fehlen jährlich 120.000 Euro, um eine Geschäftsführung und eine administrative Stelle zu finanzieren. Ohne diese Gelder kann der Verband selbst grundlegende Verwaltungskosten nicht decken.
Die Hamburger Bildungsbehörde plant nun, die Ombudsstelle für Jugendliche mit einer neuen Ombudsstelle für Kitas zusammenzulegen. Zudem soll die Trägerschaft der Ombudsstelle neu vergeben werden. Dieser Schritt gefährdet das OHA!-Büro für Kinder- und Jugendrechte des VKJH, das seit 2021 jährlich rund 300 Beratungen durchführt.
Das Bundesnetzwerk Ombudschaft in der Jugendhilfe (BNO) hat sich eingeschaltet und äußert schwere Bedenken gegen die Neuausschreibung des Ombudsvertrags. Falls bis Ende Juni keine Lösung gefunden wird, erwägt der VKJH, seine 17 Einrichtungen und 27 Projekte an die Bezirksämter zu übertragen.
Der VKJH ist Hamburgs einziges spezialisiertes Netzwerk für offene Kinder- und Jugendarbeit. Eine mögliche Schließung würde eine erhebliche Versorgungslücke für junge Menschen hinterlassen. Die Zukunft der Organisation hängt davon ab, ob bis zum Stichtag eine stabile Finanzierung oder ein tragfähiger Übertragungsplan gelingt.






