Hundebesitzer schlägt Zugbegleiter nach Maulkorb-Pflicht zusammen – Polizei fahndet
Sebastian HoffmannHundebesitzer schlägt Zugbegleiter nach Maulkorb-Pflicht zusammen – Polizei fahndet
Brutaler Angriff auf Zugbegleiter: Hundebesitzer greift nach Maulkorb-Pflicht Mitarbeiter an
Die Ermittlungsbehörden suchen nach einem gewalttätigen Vorfall in einem Regionalexpress in Richtung Stuttgart, bei dem ein Hundebesitzer einen Zugbegleiter attackierte, nachdem dieser auf die Maulkorbpflicht hingewiesen hatte. Die Auseinandersetzung ereignete sich am Freitagabend. Die Polizei fahndet nun nach dem flüchtigen Täter, der nach der Attacke auf den Bahnmitarbeiter geflohen ist.
Der Zwischenfall begann, als der Schaffner einen Fahrgast darauf aufmerksam machte, dass sein Pitbull im Zug einen Maulkorb tragen müsse. Statt die Regelung zu akzeptieren, beschimpfte der Mann den Mitarbeiter und drohte ihm. Als der Zug den Bahnhof Plochingen erreichte, eskalierte die Situation: Der Angreifer schlug dem Zugbegleiter auf die Hand und ergriff mit seinem Hund die Flucht.
Augenzeugen beschreiben den Täter als etwa 1,90 Meter groß, kräftig gebaut, mit kurzen Haaren und einem vollen Bart. Die Bundespolizei hat wegen des Verdachts der Körperverletzung Ermittlungen eingeleitet. Trotz des Vorfalls gab es vonseiten der Deutschen Bahn oder der Eisenbahnaufsichtsbehörden keine Ankündigungen zu Änderungen der Beförderungsregeln für Hunde.
Nach wie vor gelten die bestehenden Vorschriften: Hunde müssen in den Passengerbereichen – sofern sie sich nicht in ausgewiesenen Ruhezonen befinden – angeleint und mit Maulkorb versehen sein. Weder das Eisenbahn-Bundesamt noch die Deutsche Bahn haben nach dem Vorfall neue Richtlinien oder Präventivmaßnahmen erlassen.
Der angegriffene Zugbegleiter erlitt Verletzungen, deren Schweregrad jedoch noch unklar ist. Die Polizei sucht weiterhin nach dem auf freiem Fuß befindlichen Täter. Bis auf Weiteres bleiben die geltenden Regeln für die Mitnahme von Hunden in Zügen unverändert.






