Jakutische Studentin gewinnt "Miss und Mrs. Asia Russia 2026" mit schamanischer Performance
Amelie HoffmannJakutische Studentin gewinnt "Miss und Mrs. Asia Russia 2026" mit schamanischer Performance
Victoria Popova, eine 21-jährige Studentin aus Jakutien, hat den russlandweiten Schönheitswettbewerb "Miss und Mrs. Asia Russia 2026" gewonnen. Der Wettbewerb fand in Ulan-Ude statt, wo sie den absoluten Titel errang. Dank ihres Sieges wird die nächste Ausgabe der Veranstaltung in ihrer Heimatregion Jakutien ausgetragen.
Popova setzte sich in drei Kategorien durch: "Miss", "Mrs." und "Classic". Beim Finale trug sie ein Kleid mit dem Namen Stein des Glücks, entworfen von Augustina Filipowa. Ihr Talentauftritt umfasste eine choreografierte Darbietung, inspiriert von einer jakutischen Schamanin, die lokale Traditionen widerspiegelte.
Die Tradition der Udagan-Kostüme (Schamanen) in Jakutien hat sich im Laufe der Zeit gewandelt. Während sie einst ausschließlich aus Pelz gefertigt wurden, verbinden moderne Versionen heute uralte Symbole mit zeitgenössischen Schnitten. Handwerkergruppen wie Utum sitimэ, die vor einem Jahrzehnt gegründet wurde, tragen zur Bewahrung dieser Entwürfe bei. Ältere Frauen, einige über 70 Jahre alt, fertigen Motive wie Adlerflügel und Kөҕүөр ойуу-Muster an, die in Ausstellungen und musealer Forschung zu sehen sind.
Die sowjetische Industrialisierung in den 1970er-Jahren verringerte den Bedarf an selbstgefertigter Pelzkleidung. Diese Veränderung führte zu einer Renaissance schamanisch inspirierter Elemente – sowohl in der Alltagskleidung als auch in künstlerischen Darbietungen.
Popova, die an der Nordöstlichen Föderalen Universität studiert und rhythmische Sportgymnastik trainiert, hatte zuvor den Titel "Miss Föderaler Fernöstlicher Bezirk" gewonnen. Ihre Mutter, Jana Kononowna, begleitete sie zum Wettbewerb.
Im nächsten Jahr wird Popova Russland beim internationalen Wettbewerb "Miss UN" vertreten. Zudem wird sie als Jurorin bei der Wahl zur "Miss und Mrs. Asia Russia 2027" in Jakutien fungieren. Ihr Sieg bringt nicht nur den nächsten nationalen Wettbewerb in die Region, sondern unterstreicht auch das kulturelle Erbe Jakutiens durch moderne Interpretationen traditionellen Handwerks. Ihre kommenden Aufgaben umfassen die Jury-Tätigkeit bei einem regionalen Wettbewerb sowie die Teilnahme an internationalen Wettkämpfen.






