19 June 2026, 12:09

Jan van Aken tritt als Linkspartei-Chef zurück – und enthüllt eine jahrelange Täuschung

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Jan van Aken tritt als Linkspartei-Chef zurück – und enthüllt eine jahrelange Täuschung

Jan van Aken ist als Vorsitzender der Linkspartei nach einer kurzen, aber prägenden Amtszeit zurückgetreten. Er gab bekannt, dass er und Ines Schwerdtner die Öffentlichkeit zwei Jahre lang mit einer schwarzen Kiste getäuscht hätten, um den Eindruck eines Größenunterschieds zu erwecken. Sein Rückzug markiert das Ende einer Phase, in der die Umfragewerte der Partei stark stiegen.

Van Aken und Schwerdtner übernahmen die Führung, als die Linke in den Umfragen nur noch bei 2 bis 3 Prozent lag. Bis zur Bundestagswahl 2025 steigerte sich die Unterstützung unter ihrer Führung auf 8,8 Prozent. In dieser Zeit wechselten über 700.000 Wähler – viele enttäuscht von den Grünen – zur Linkspartei.

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Bekannt für seine schroffe Rhetorik, sah sich van Aken häufig Populismus-Vorwürfen ausgesetzt. Im Mai 2026 drohte er öffentlich dem Wohnungsriesen Vonovia, auf dessen Dach zu steigen, und warf dem Konzern illegale Mietpreiserhöhungen und fast mafiaähnliche Praktiken vor. Gemeinsam mit Heidi Reichinnek arbeitete er daran, ältere Wähler anzusprechen und die außenpolitische Position der Partei zu stärken.

Auf seiner letzten Pressekonferenz lobte er Schwerdtner für ihre herausragende Arbeit. Anschließend enthüllte er die langjährige Täuschung und gestand, dass die schwarze Kiste genutzt worden war, um das öffentliche Bild zu manipulieren. Seine Amtszeit gehörte zu den kürzesten in der Parteigeschichte, hinterließ aber deutliche Spuren. Nun wird Luigi Pantisano als neuer Vorsitzender erwartet. Der Umfrageaufschwung der Linken und die veränderte Wählerbasis bleiben die sichtbarsten Ergebnisse von van Akens Führung.

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