17 March 2026, 16:16

Kanzlei Voigt klärt mit KI-Hymne über Verkehrsunfall-Rechte auf

Plakat mit dem Wort "Advocacy" und optisch angeordneten Zahlen und Symbolen, die seine Bedeutung in der Social-Media-Marketing betonen.

Kanzlei Voigt klärt mit KI-Hymne über Verkehrsunfall-Rechte auf

Eine deutsche Kanzlei setzt auf ungewöhnliche Aufklärung über Verkehrsunfall-Rechte

Die Kanzlei Voigt geht neue Wege, um über Ansprüche nach Verkehrsunfällen zu informieren: Mit einer KI-generierten Hymne und einem Musikvideo startet sie eine Kampagne, die sich gezielt an Fuhrparkverantwortliche und Fahrer richtet – Gruppen, die nach unverschuldeten Unfällen oft auf faire Entschädigungen verzichten.

Die Aktion "Voigt regelt" bricht mit klassischen Werbestrategien von Anwälten. Statt trockener Broschüren setzte die Kanzlei auf einen Pop-Song, interpretiert von der fiktiven Band Die Regler. Ein dazu produziertes Musikvideo verbindet juristische Aufklärung mit Unterhaltung.

Wissenslücken und finanzielle Nachteile Henning Hamann, geschäftsführender Partner bei Voigt, weist auf ein weitverbreitetes Problem hin: Viele Autofahrer wissen nicht, dass sie nach einem unverschuldeten Unfall Ansprüche geltend machen können. Besonders Fuhrparkmanager verfügen oft nicht über das nötige verkehrsrechtliche Know-how, um volle Entschädigungen für Reparaturen, Wertverlust oder Verletzungen durchzusetzen. Studien zeigen, dass unvertretene Geschädigte bis zu 15 bis 20 Prozent weniger erstattet bekommen.

KI-Musik mit gutem Zweck Die Kampagne hat auch einen karitativen Hintergrund: Sämtliche Einnahmen aus dem Song und dem Merchandising fließen in die ETL Kinderträume Stiftung. Mit dem Einsatz von KI-generierter Musik demonstriert Voigt zudem, wie die Technologie über die Musikbranche hinaus nutzbar ist – etwa in der juristischen Kommunikation.

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Kein Bezug zum GEMA-Streit mit OpenAI Ein Urteil des Münchner Landgerichts von 2026 hatte der GEMA den Weg geebnet, gegen OpenAI wegen unberechtigter Nutzung von Songtexten zur Trainierung von ChatGPT vorzugehen. Dieser Fall steht jedoch in keinem Zusammenhang mit der Voigt-Kampagne oder deren Auswirkungen auf Streaming-Plattformen oder Künstlerhonorare.

Rechtsberatung mit Unterhaltungsfaktor Die Initiative soll nicht nur Wissenslücken schließen, sondern auch zeigen, dass juristische Dienstleistungen ernsthaft und unterhaltsam vermittelt werden können. Fuhrparkmanager und Fahrer erhalten so eine eingängige Erinnerung an ihre Rechte. Sollte die Kampagne Erfolg haben, könnte sie künftig weitere kreative Ansätze in der Rechtsaufklärung inspirieren.

Quelle