20 June 2026, 14:05

Kasseler Kneipe als Fälscherwerkstatt: 6.000 gefälschte Impfpässe verkauft

Geheimes Name Biobratwurst

Kasseler Kneipe als Fälscherwerkstatt: 6.000 gefälschte Impfpässe verkauft

Zwei Personen sind zu Haftstrafen verurteilt worden, weil sie aus ihrer Kneipe in Kassel gefälschte COVID-19-Impfpässe verkauft haben. Das Gericht verhängte gegen beide Angeklagten Strafen von jeweils etwa dreieinhalb Jahren. Das Duo betrieb die Gaststätte zudem als Kantine für Soldaten und als Treffpunkt für lokale AfD-Versammlungen.

Zwischen August und Dezember 2021 füllten die Angeklagten mindestens 6.000 leere Impfausweise mit gefälschten Einträgen aus. Die Fälschungen verkauften sie für je 50 Euro und erzielten nach Abzug der Kosten einen Gesamtgewinn von 285.400 Euro. Zudem gestanden sie, 8.000 leere Impfpässe erworben und etwa 400 gefälschte Nachweise für je 20 Euro verkauft zu haben.

Ihre Werkstatt hatten sie im Keller der Kneipe versteckt. Die Polizei fand dort später fast 1.000 leere Impfausweise, 12 Stempel von Impfzentren sowie Chargenaufkleber für COVID-19-Impfstoffe. Das Gericht urteilte, dass die beiden als Gehilfen bei der Urkundenfälschung agierten, da die eigentliche Straftat von den Käufern begangen wurde, die die falschen Dokumente nutzten.

Der jüngere Angeklagte war bereits wegen Fälschung von Führerscheinen vorbestraft. Der ältere, ein selbsternannter AfD-Anhänger, hatte eine Vorstrafe wegen Steuerhinterziehung. Beide wurden zudem der Steuerhinterziehung bei ihren illegalen Einnahmen für schuldig befunden.

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Für ihre Rolle in dem Betrugsskandal erhielten die beiden identische Haftstrafen. Ihre illegalen Gewinne sowie die hinterzogenen Steuern wurden im Rahmen des Urteils eingezogen. Der Fall zeigt, wie weit einige gingen, um die Pandemie-Beschränkungen auszunutzen.

Quelle