28 June 2026, 12:07

Kirchen in Berlin und Brandenburg öffnen als kühle Rückzugsorte – doch es fehlen Kapazitäten

Berliner Kirchen bieten kühle Erholung

Kirchen in Berlin und Brandenburg öffnen als kühle Rückzugsorte – doch es fehlen Kapazitäten

Der Senat steht in der Kritik, weil er während Hitzeperioden nicht genug kühle Rückzugsorte bereitstellt. Unterdessen springen Kirchen in Berlin und Brandenburg ein, um Abhilfe zu schaffen. Doch nur eine Handvoll evangelischer Gemeinden hält täglich ihre Türen für Hitzegeplagte offen.

Die Marienkirche bleibt dank Spenden von Touristen, die einen hauptamtlichen Küster finanzieren, jeden Tag geöffnet. Auch die Apostel-Paulus-Kirche in Schöneberg ist dank ehrenamtlicher Helfer ganzjährig zugänglich. Die Wichernkirche im Norden Spandaus hat zwar geöffnet, verzeichnet aber noch keinen erhöhten Besucherstrom wegen der Hitze.

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Viele Kirchen in der Region bleiben aufgrund ihrer Bauweise von Natur aus kühl. Allerdings kämpft die Lutherkirche in Spandaus Neustadt, die sich eigentlich als Hitzeschutz eignen würde, mit Vandalismus – selbst wenn sie abgeschlossen ist. Finanzielle Engpässe schränken zudem ein, wie viele Gemeinden ihre Räume dauerhaft öffnen können.

Sowohl die katholische als auch die evangelische Kirche haben ihre Mitgliedsgemeinden aufgerufen, kühle Zufluchtsorte anzubieten. Werner Graf, Fraktionsvorsitzender der Grünen, fordert zudem, dass klimatisierte Museen bei extremer Hitze kostenlosen Eintritt gewähren.

Kritiker bemängeln, der Senat müsse mehr tun, um das Fehlen kühler Räume zu beheben. Die Kirchen leisten zwar ihren Beitrag, doch begrenzte Mittel und andere Herausforderungen schränken ihre Möglichkeiten ein. Der gemeinsame Appell der Religionsvertreter unterstreicht die Dringlichkeit zugänglicher Kühlangebote angesichts steigender Temperaturen.

Quelle