Kleine Unternehmen zahlen hohe Preise für mangelnde Cybersicherheit – doch es gibt Lösungen
Emil NeumannKleine Unternehmen zahlen hohe Preise für mangelnde Cybersicherheit – doch es gibt Lösungen
Ein neuer Bericht unterstreicht die Herausforderungen im Bereich Cybersicherheit, mit denen kleine Unternehmen konfrontiert sind. Viele kämpfen mit hohen Kosten und begrenzten Ressourcen nach häufigen Sicherheitsvorfällen. Die Studie vergleicht zudem Ausgaben und Personalstrategien in verschiedenen Märkten.
Vier von fünf kleinen Unternehmen erlitten im vergangenen Jahr einen Sicherheits- oder Datenverstoß. Über 75 Prozent dieser Vorfälle verursachten Kosten von mindestens 250.000 US-Dollar pro Fall. Trotz der Risiken verfügt nahezu kein kleines Unternehmen in Mitteleuropa über einen eigenen Sicherheitsbeauftragten.
Die Einstellung eines hauptamtlichen Chief Information Security Officers (CISO) kann jährlich zwischen 250.000 und 400.000 US-Dollar kosten. Eine kostengünstigere Alternative bietet das Modell des virtuellen CISO (vCISO), das Fachwissen auf Führungsebene für 40.000 bis 120.000 US-Dollar pro Jahr bereitstellt. Um Unternehmen bei der Entscheidungsfindung zu unterstützen, hat die Woodlands Advisory GmbH einen Rechner entwickelt, der die Kosten eines internen CISO mit denen eines vCISO-Modells vergleicht – basierend auf Unternehmensgröße, Umsatz und benötigten Stunden.
Deutschland gibt derzeit nur 9,5 Prozent seines IT-Budgets für Cybersicherheit aus – der niedrigste Anteil unter den in dem Bericht untersuchten Ländern.
Kleine Unternehmen erleiden durch Sicherheitsverletzungen hohe finanzielle Verluste, verfügen aber oft über kein eigenes Sicherheitspersonal. Das vCISO-Modell bietet eine kostengünstigere Alternative zur Festanstellung. Tools wie der neue Rechner sollen Unternehmen helfen, ihre Optionen besser zu bewerten.






