Lada Deutschland schließt nach Jahrzehnten endgültig seine Pforten
Sebastian HoffmannLada Deutschland schließt nach Jahrzehnten endgültig seine Pforten
Lada Deutschland GmbH stellt endgültig den Betrieb ein
Nach Jahren rückläufiger Verkäufe und finanzieller Schwierigkeiten hat die Lada Deutschland GmbH ihre Tore für immer geschlossen. Das Unternehmen, das einst eine zentrale Rolle beim Import russischer Fahrzeuge nach Deutschland spielte, konnte angesichts verschärfter Vorschriften und wirtschaftlicher Belastungen nicht länger überleben.
Die Probleme begannen 2019, als der Hersteller AvtoVAZ die offiziellen Lieferungen von Lada-Fahrzeugen in die EU einstellte. Der Grund war eindeutig: Die Modelle erfüllten nicht den strengeren Abgasstandard Euro 6d-TEMP. Eine Nachrüstung der Motoren wäre zu kostspielig gewesen – für das Unternehmen blieb kaum eine Alternative.
Nach 2019 versuchte Lada Deutschland, sich mit dem Verkauf kleiner Stückzahlen des Geländewagens Niva über Wasser zu halten. Doch die Absatzzahlen waren bereits eingebrochen und lagen bei nur noch wenigen Dutzend Fahrzeugen pro Jahr. 2022 brachen dann die Lieferungen von Fahrzeugen und Ersatzteilen aus Russland vollständig zusammen. Sanktionen und logistische Hindernisse machten Importe unmöglich.
Nun befindet sich das Unternehmen in der finalen Phase der Insolvenz. Sein Ende markiert das Aus einer Ära – Lada Deutschland hatte in den 1990er-Jahren noch Kia den Einstieg in den deutschen Markt ermöglicht, doch die eigene Zukunft war längst verblaßt.
Ohne Möglichkeit, die Abgasvorschriften zu erfüllen, und ohne Nachschub an Neuwagen hat Lada Deutschland nun offiziell dichtgemacht. Die einst kleine, aber beständige Präsenz der Marke auf dem deutschen Markt ist damit endgültig verschwunden. Mit dem Abschluß des Insolvenzverfahrens wird auch das letzte Kapitel der Firmengeschichte geschlossen.






