12 April 2026, 14:13

Lehrerin kassierte 16 Jahre Gehalt – während sie als Heilpraktikerin arbeitete

Ein Mann, mutmaßlich ein Lehrer, sitzt an einem Schreibtisch mit Büchern und Gegenständen vor einer Gruppe von Kindern, während Papiere mit Text an der Wand hinter ihm angezeigt werden.

Lehrerin kassierte 16 Jahre Gehalt – während sie als Heilpraktikerin arbeitete

Eine Lehrerin des Berufskollegs Wesel bezieht seit über 16 Jahren ohne triftigen Grund bezahlten Krankengeldbezug. In dieser Zeit soll sie parallel als Heilpraktikerin für Alternativmedizin tätig gewesen sein – bei vollem Gehaltsbezug. Nun ermitteln die Behörden wegen des Verdachts auf Betrug und Amtsmissbrauch.

Die Pädagogin, die zuletzt 2009 regelmäßig im Schuldienst arbeitete, reichte wiederholt ärztliche Atteste ein, in denen psychische Erkrankungen angegeben wurden. Dennoch wurde ihr Zustand nie von einem Amtsarzt überprüft. Stattdessen bezog sie weiterhin ihr volles Gehalt vom Land Nordrhein-Westfalen, während sie gleichzeitig eine eigene Praxis betrieb.

Die Staatsanwaltschaft hat ein Strafverfahren wegen des Verdachts auf gewerbsmäßigen Betrug eingeleitet, insbesondere wegen falscher Angaben gegenüber dem Staat. Die Vorwürfe beziehen sich auf den Zeitraum von 2021 bis 2025, da frühere Jahre möglicherweise bereits verjährt sind. Erst kürzlich durchsuchten Ermittler ihre Wohnung in Duisburg und beschlagnahmten Unterlagen sowie digitale Speichermedien.

Zudem wird geprüft, ob sowohl die Lehrerin als auch ein Mitarbeiter der Bezirksregierung Düsseldorf ihre dienstlichen Pflichten vernachlässigt haben. Der Fall hat das Land Nordrhein-Westfalen veranlasst, schärfere Kontrollen bei langfristigen oder wiederkehrenden Krankschreibungen anzukündigen.

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Die Ermittlungen zu der jahrelangen Abwesenheit der Lehrerin und dem möglichen Betrug laufen noch. Sollte sie schuldig gesprochen werden, drohen ihr rechtliche Konsequenzen wegen Täuschung von Behörden und Veruntreuung öffentlicher Gelder. Unterdessen plant das Land, die Überwachungsmechanismen zu verschärfen, um ähnliche Fälle künftig zu verhindern.

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