Leipzig startet Deutschlands größtes Solarwärmekraftwerk für die Wärmewende
Amelie HoffmannLeipzig startet Deutschlands größtes Solarwärmekraftwerk für die Wärmewende
Deutschlands größtes Solarwärmekraftwerk in Leipzig offiziell in Betrieb genommen
In Leipzig ist Deutschlands größtes Solarwärmekraftwerk offiziell ans Netz gegangen. Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter schaltete 13.200 Solarkollektoren frei, ein wichtiger Schritt für die Wärmewende in der Region. Die Anlage erstreckt sich über 14 Hektar und soll einen beträchtlichen Teil des Bedarfs der Stadt an Wärme und Warmwasser decken.
Der Bau des Leipziger Kraftwerks dauerte eineinhalb Jahre. Nun liefert es eine Spitzenleistung von 41 Megawatt und deckt im Sommer ein Fünftel des städtischen Wärmebedarfs. Zum Einsatz kommen Vakuumröhrenkollektoren des Herstellers Ritter sowie moderne Steuerungssysteme, die die Wärmeaufnahme optimieren.
Das Projekt erforderte Investitionen in Höhe von rund 40 Millionen Euro, davon 16 Millionen aus Bundesfördermitteln und weiteren Zuschüssen. Solarthermie ist effizienter als Photovoltaik und gewinnt pro Hektar etwa dreimal so viel Energie. Dennoch bleibt die Technologie in Deutschlands Energiemix eine Nischenlösung.
Leipzig will seine grüne Wärmeversorgung weiter ausbauen. Geplant sind unter anderem ein „Power-to-Heat“-System und die Nutzung von Abwärme, um Versorgungslücken zu schließen. Vergleichbare Solarwärmeanlagen gibt es bereits in Dresden-Räcknitz, Potsdam, Mühlhausen und Greifswald, wo sie lokale Fernwärmenetze speisen.
Bundesweit ging die neu installierte solarthermische Leistung von knapp 500 Megawatt im Jahr 2022 auf 154 Megawatt 2023 zurück. Die Leipziger Anlage soll nun das Potenzial der Technologie für die städtische Wärmeversorgung aufzeigen.
Das Kraftwerk ist nun in Betrieb und versorgt Haushalte mit Warmwasser und Heizwärme. Dank seiner hohen Effizienz und großen Dimension könnte es die Verbreitung von Solarthermie fördern. Das Projekt unterstreicht das Engagement der Stadt, die Abhängigkeit von herkömmlichen Heizquellen zu verringern.






