Mainz baut 220 Meter lange Pipeline unter dem Rhein – Start im Mai 2024
Emil NeumannMainz baut 220 Meter lange Pipeline unter dem Rhein – Start im Mai 2024
In Mainz beginnt in Kürze ein großes Infrastrukturprojekt: Eine neue 220 Meter lange Pipeline wird unter dem Rhein verlegt. Die Leitung soll das Gebiet Ingelheimer Aue in der Nähe der Gassnerallee mit dem Kanalsystem am Mombacher Kreisel verbinden. Die Bauarbeiten starten am 11. Mai; die Fertigstellung ist bis Ende August 2026 geplant.
Die bestehende Leitung unter dem Rhein ist teilweise beschädigt, und eine Komplettsanierung wurde als zu kostspielig eingestuft. Stattdessen wird ein Ersatzrohr mithilfe des Horizontal-Spülbohrverfahrens verlegt – eine Methode, die in der Region bisher noch nicht für ein solches Projekt eingesetzt wurde.
Die neue Pipeline wird einen Durchmesser von 71 Zentimetern haben und in Tiefen von bis zu zehn Metern unter dem Flussbett verlegt. Um sie vor künftigen Schäden zu schützen, wird das Rohr in eine verstärkte Schutzhülle eingebettet. Diese Konstruktion ermöglicht zudem Wartungsarbeiten oder Austauschmaßnahmen, ohne den Betrieb im nahegelegenen Hafenbecken zu beeinträchtigen.
Der Bohrprozess umfasst drei Hauptphasen: Zunächst wird ein Pilotbohrloch erstellt, anschließend wird die Bohrung erweitert, und schließlich wird die Pipeline durch den vergrößerten Kanal gezogen.
Nach der Fertigstellung wird die Leitung die Versorgungs- und Entsorgungsinfrastruktur zwischen Ingelheimer Aue und Mombacher Kreisel verbessern. Die innovative Bohrtechnik sorgt dafür, dass der Schiffsverkehr und die Hafenaktivitäten nur minimal beeinträchtigt werden. Die vollständige Inbetriebnahme ist für den Spätsommer 2026 vorgesehen.






