Mercedes-Benz kämpft mit sinkenden Verkaufspreisen und schrumpfenden Gewinnen
Mila SimonMercedes: Gewinn pro Auto sinkt nach scharfer Steigerung - Mercedes-Benz kämpft mit sinkenden Verkaufspreisen und schrumpfenden Gewinnen
Mercedes-Benz verzeichnet seit 2023 einen stetigen Rückgang der durchschnittlichen Verkaufspreise
Nach Jahren des Wachstums sind die Durchschnittserlöse pro Fahrzeug (ASP) des Unternehmens gesunken. Während der ASP noch von 51.000 Euro im Jahr 2019 auf einen Höchststand von 74.200 Euro im Jahr 2023 gestiegen war, fiel er bis 2025 auf 68.100 Euro – ein Rückgang um 4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Währungsverschiebungen, eine nachlassende Nachfrage in Europa und China sowie der zunehmende Wettbewerb trugen zu diesem Trend bei.
Auch die Preise für die Spitzenmodelle gaben nach: Die S-Klasse verbilligte sich um etwa 15 Prozent, die G-Klasse um rund 12 Prozent. Die hochpreisigen AMG-Varianten verzeichneten einen Rückgang von 18 Prozent, während die Maybach-Modelle sogar um etwa 20 Prozent einbrachen. Diese Entwicklungen fielen mit einer gestiegenen Produktion und einer schwächeren Luxusnachfrage in den wichtigsten Absatzmärkten zusammen.
Trotz des Absatzrückgangs setzt Mercedes-Benz weiterhin auf höherwertige Fahrzeuge. Modelle der Oberklasse machen mittlerweile 15 Prozent des Portfolios aus, was die Abhängigkeit von weniger lukrativen Vertriebskanälen verringert. Dennoch halbierte sich der Gewinn 2025 nahezu auf 5,3 Milliarden Euro – belastet durch Zölle, ungünstige Wechselkurse und den verschärften Wettbewerb in China.
Sowohl Umsatz als auch Absatzzahlen schrumpften 2025, was die finanzielle Belastung weiter verschärfte. Der ASP, der sich aus dem Verhältnis von Umsatz im Pkw-Kerngeschäft zur verkauften Stückzahl errechnet, spiegelt diese Herausforderungen wider.
Mercedes-Benz steht damit finanziell schlechter da als in den Vorjahren. Geringere Durchschnittspreise, sinkende Gewinne und rückläufige Verkäufe unterstreichen den Druck durch die Marktbedingungen und die globale Konkurrenz. Die Fokussierung auf hochmargige Fahrzeuge konnte diese Rückschläge nicht vollständig ausgleichen.