07 June 2026, 04:08

Mönchengladbachs Wohnungsbau-Boom trotzt NRW-weitem Rückgang

Bau von Wohnungen in NRW sinkt    Moenchengladbach baut mehr Wohnungen

Mönchengladbachs Wohnungsbau-Boom trotzt NRW-weitem Rückgang

Mönchengladbach verzeichnet starken Anstieg im Wohnungsbau – trotz landesweiter Herausforderungen in Nordrhein-Westfalen

Trotz der allgemeinen Schwierigkeiten in Nordrhein-Westfalen hat Mönchengladbach einen deutlichen Aufschwung im Wohnungsbau erlebt. 2025 wurden in der Stadt 758 neue Wohnungen fertiggestellt – fast dreimal so viele wie im Vorjahr. Gleichzeitig steigen die Baukosten und die Kreditzinsen weiter an, was sowohl Bauherren als auch Käufer unter Druck setzt.

Der Wohnungsbau-Schub in Mönchengladbach begann 2023 mit einer Investition von 43 Millionen Euro in die städtische Wohnungsbaugesellschaft WohnBau. Bis 2025 stiegen die Baugenehmigungen für neue Wohnungen um 73,6 Prozent, und die Bauquote erreichte 28,4 Wohnungen pro 10.000 Einwohner – 43 Prozent über dem Landesdurchschnitt.

Zudem bewilligte die Stadt 2025 Wohnungsbaufördermittel in Höhe von 43,2 Millionen Euro für 218 Wohneinheiten, fast auf dem Rekordniveau des Vorjahres. Die Auslastung des Budgets für den sozialen Wohnungsbau kletterte von nur 5 Prozent im Jahr 2021 auf 274 Prozent im Jahr 2024 – ein deutlicher Beleg für den massiven Ausbau der Förderung bezahlbaren Wohnraums.

Doch die Gesamtlage in Nordrhein-Westfalen bleibt schwierig. Landesweit sank die Zahl der fertiggestellten Wohnungen 2025 um 9,4 Prozent und erreichte mit 37.185 Wohnungen den niedrigsten Stand seit 14 Jahren. Die Bauquote fiel auf 19,8 Wohnungen pro 10.000 Einwohner, während steigende Kosten die Situation zusätzlich belasten. Der Preisindex für Wohnungsbau stieg Anfang 2025 um 3,2 Prozent, und die Zinsen für Baufinanzierungen – einst nahe null – liegen nun zwischen drei und vier Prozent.

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Mönchengladbachs Bauboom steht damit im Kontrast zum Rückgang in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens. Durch die gestiegene Zahl an Genehmigungen, Fertigstellungen und Fördermitteln hat die Stadt Wachstum generiert, auch wenn höhere Kosten und Zinsen Hürden schaffen. Vorerst scheinen die lokalen Bemühungen die Spannungen in einer Region zu mildern, in der die Bautätigkeit ansonsten nachlässt.

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