Naturschützer stoppen Windpark in Brandenburg – seltene Arten in Gefahr
Sebastian HoffmannNaturschützer stoppen Windpark in Brandenburg – seltene Arten in Gefahr
Pläne für einen neuen Windpark in Brandenburg haben rechtliche Schritte von Naturschützern ausgelöst. Der NABU, Deutschlands größter Naturschutzverband, hat einen Eilantrag eingereicht, um den Bau in der Nähe von Zootzen im Landkreis Ostprignitz-Ruppin zu stoppen. Die Organisation warnt, dass seltene Vogel- und Fledermausarten durch die Windräder gefährdet sein könnten.
Streitpunkt sind elf Windkraftanlagen, die vom Landesamt für Umwelt im März genehmigt wurden. Die geplante Anlage liegt in unmittelbarer Nähe zur Wittstocker Ruppiner Heide, einem wichtigen Lebensraum für die gefährdete Breitflügelfledermaus. Der NABU befürchtet, dass diese und andere geschützte Arten durch die rotierenden Flügel getötet werden könnten.
Auch Seeadler sind potenziell bedroht, da ihre Nester nur 700 Meter von den geplanten Turbinen entfernt liegen. Am 20. April brachte der NABU den Fall vor das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg. Zudem fordert der Verband die Umsiedlung eines Mäusebussard-Nestes, das sich derzeit im Weg der geplanten Baukrane befindet.
Die Klage könnte den Bau des Windparks verzögern oder sogar verhindern. Der NABU besteht darauf, dass die Anlagen die geschützte Tierwelt in der Region gefährden. Eine Gerichtsentscheidung wird zeigen, ob der Bau wie geplant fortgesetzt werden kann.






