Neue Rettungshubschrauber-Station in Ravensburg soll Notfallhilfe in Oberschwaben revolutionieren
Sebastian HoffmannNeue Rettungshubschrauber-Station in Ravensburg soll Notfallhilfe in Oberschwaben revolutionieren
Neue Luftrettungsstation in Ravensburg-Bavendorf soll Notfallversorgung in Oberschwaben beschleunigen
In Ravensburg-Bavendorf entsteht eine neue Luftrettungsstation, die die Einsatzzeiten in ganz Oberschwaben verkürzen soll. Die Anlage, deren Ausschreibung für Anfang 2026 geplant ist, wird einen Hubschrauber beherbergen, der täglich von Sonnenaufgang bis 20:00 Uhr unter dem Rufzeichen Christoph Oberschwaben im Einsatz sein wird.
Das Projekt geht auf eine Analyse aus dem Jahr 2020 zurück, die Versorgungslücken in der Luftrettung für Baden-Württemberg aufzeigte. Die Studie empfahl, den bestehenden Rettungshubschrauber Christoph 45 nach Ravensburg zu verlegen, wo er künftig unter seinem neuen regionalen Namen operieren wird.
Lokale Behörden, darunter der Landkreis Ravensburg und der Stadtrat, unterstützten die Auswahl des Standorts in Bavendorf. Sobald die Station in Betrieb geht, wird sie sicherstellen, dass Patienten in bisher unterversorgten Gebieten tagsüber innerhalb von 20 Minuten per Hubschrauber erreicht werden können.
Die Ausschreibung für Ravensburg ist eine von zehn geplanten Vergaben für neue oder modernisierte Luftrettungsstationen im Land. Stand März 2026 laufen auch für die Standorte Sigmaringen, Villingen-Schwenningen und Ulm Ausschreibungsverfahren, wobei noch keine Verträge vergeben wurden.
Die Ravensburg-Station ist Teil eines umfassenden Ausbaus des Luftrettungsnetzes in Baden-Württemberg. Mit zehn geplanten Ausschreibungen will das Land die Einsatzzeiten verkürzen und die Versorgung von Notfallpatienten verbessern. Die ersten Verträge, darunter auch der für Ravensburg, sollen bis Mitte 2026 unterzeichnet werden.