24 May 2026, 16:14

Niedersachsen entdeckt riesiges Potenzial für tiefe Geothermie unter seinen Füßen

Diese Regionen eignen sich gut für geothermische Projekte

Niedersachsen entdeckt riesiges Potenzial für tiefe Geothermie unter seinen Füßen

Eine neue Kartenserie offenbart ungenutztes Potenzial für tiefe Geothermie in ganz Niedersachsen. Die vom Niedersächsischen Geothermie-Dienst (NGD) veröffentlichten Daten zeigen Regionen auf, in denen die unterirdischen Bedingungen eine großflächige Wärmegewinnung ermöglichen könnten.

Im Fokus der Karten stehen uralte Gesteinsschichten der Keuper-Ära, genauer der Exter-Formation, die über 200 Millionen Jahre alt sind. Diese Schichten, die bis zu 2.600 Meter tief liegen, enthalten wasserdurchlässige Sandsteine – ideal für geothermische Systeme. In diesen Zonen können Temperaturen von über 100 Grad Celsius herrschen, was sie für die Energieerzeugung besonders geeignet macht.

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Die Funktionsweise der Geothermie basiert auf der Förderung von Thermalwasser durch Bohrlöcher, das nach der Wärmeentnahme an der Oberfläche wieder in den Untergrund zurückgeleitet wird. Diese Methode eignet sich für Fernwärmenetze oder die Versorgung großer Industrieabnehmer. Tiefe Geothermie-Anlagen, definiert durch Bohrungen von mehr als 400 Metern Tiefe, verzeichnen eine wachsende Nachfrage von Kommunen, Energieversorgern und energieintensiven Unternehmen in der Region.

Für die Erstellung der Karten wertete der NGD Daten aus über 1.100 Tiefbohrungen aus. Ziel ist es, Projektentwicklern die Identifizierung vielversprechender Standorte zu erleichtern und so das Risiko kostspieliger Erkundungen und hoher Bohrkosten zu verringern – Faktoren, die bisher viele Vorhaben gebremst haben.

Die Erkenntnisse unterstreichen die Bedeutung der tiefen Geothermie für die Energiewende in Niedersachsen. Mit präziseren Daten zu den unterirdischen Ressourcen können Planer nun gezielt die aussichtsreichsten Standorte erschließen. Dies könnte die Nutzung dieser nachhaltigen Wärmequelle für Haushalte und Industrie beschleunigen.

Quelle