Panter-Preis 2026 ehrt basisdemokratische Medien mit klarem Motto
Sebastian HoffmannPanter-Preis 2026 ehrt basisdemokratische Medien mit klarem Motto
Panter-Preis 2026 verkündet sein Motto: Unabhängig, kritisch, widerstandsfähig: Basismedien
Die Auszeichnung rückt kleinere, gemeindegetragene Medien in den Fokus, die außerhalb der etablierten Strukturen arbeiten. Vom 8. bis 27. Juni findet die öffentliche Abstimmung für den Publikumspreis statt; die Gewinner werden im Laufe des Jahres bekannt gegeben.
Zu den Nominierten zählen langjährige Projekte wie der lichtblick, Deutschlands einzige unabhängige Gefangenenzeitung, die seit 1968 unzensierte Berichte veröffentlicht. Ein weiterer Veteran ist Radio CORAX, ein basisdemokratischer Freier Rundfunksender aus Halle, der seit dem 1. Juli 2000 auf Sendung ist.
Auch jüngere Initiativen sind vertreten, darunter RUMS, ein unabhängiges Lokalmagazin aus Münster, das 2020 an den Start ging. Radio Connection, ein mobiles Studio in Berlin-Marzahn, produziert wöchentliche mehrsprachige Sendungen, während nah:dran – Medien für alle über die Jugendpresse Deutschland medienpädagogische Angebote für junge Menschen bereitstellt.
Der studentische Journalismus ist mit UnAufgefordert vertreten, der gedruckten Zeitung der Humboldt-Universität, die seit dem 17. November 1989 erscheint. Berndt Media Publishing hingegen verteilt monatlich kostenlose Magazine zu lokaler Kultur und Kino im Rhein-Ruhr-Gebiet.
Die Preisträger werden am 14. Oktober 2026 um 18 Uhr im Museum der Arbeit in Hamburg bekannt gegeben. Der Preis ehrt Medien, die Konventionen herausfordern und unterrepräsentierten Stimmen eine Plattform bieten. Die Finalisten reichen von jahrzehntealten Publikationen bis hin zu aktuellen Digitalprojekten. Die öffentliche Abstimmung startet im Juni und entscheidet mit über die Anerkennung basisdemokratischer Medienarbeit in Deutschland.






