17 March 2026, 20:10

Pfeffenhausen wird zum Hotspot für Wasserstoff-Forschung mit 84 Millionen Euro Förderung

Ein schlankes, modernes Wasserstoff-Brennstoffzellen-Elektrofahrzeug mit glänzendem schwarzen Finish, das mit seinen Komponenten einschließlich der Batterie und des Kraftstofftanks beschriftet ist, vor einem hellgelben Hintergrund.

Pfeffenhausen wird zum Hotspot für Wasserstoff-Forschung mit 84 Millionen Euro Förderung

Pfeffenhausen als Standort für nationales Wasserstoff-Innovationszentrum ausgewählt

Pfeffenhausen gehört zu vier bundesweiten Standorten, die für ein neues Wasserstoff-Innovationszentrum ausgewählt wurden. Das Wasserstoff-Technologie- und Anwendungszentrum (WTAZ) wird sich auf Antriebssysteme und Betankungstechnologien konzentrieren. Am 10. Februar 2026 gab Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder offiziell die Bewilligung von 54 Millionen Euro Fördergeldern für das Projekt bekannt.

Das Zentrum setzte sich in einem Bundeswettbewerb im September 2021 durch. Seine zentrale Aufgabe besteht darin, Prüf-, Inspektions- und Zertifizierungsdienstleistungen anzubieten – insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen. Das WTAZ wird sich auf flüssigen, kryokomprimierten und gasförmigen Wasserstoff spezialisieren.

Das Bundesverkehrsministerium steuert 54 Millionen Euro bei. Davon fließen 32 Millionen Euro an drei regionale Hochschulen für Forschungs- und Testanlagen. Weitere 22 Millionen Euro unterstützen zwei Unternehmensverbünde beim Bau einer wasserstofftauglichen Prüfhalle und einer Verflüssigungsanlage.

Der Freistaat Bayern stockt die Förderung um bis zu 30 Millionen Euro auf. Der für Tests benötigte Wasserstoff stammt aus einem Fünf-Megawatt-Elektrolyseur, der von der Hy2B Wasserstoff GmbH betrieben wird.

Auch wirtschaftlich bereitet sich Pfeffenhausen auf den Standort vor: Die Gemeinde plant noch in diesem Jahr mit der Vermarktung benachbarter Gewerbeflächen zu beginnen.

Das WTAZ schafft eine zentrale Infrastruktur für die Entwicklung von Wasserstofftechnologien. Mit kombinierten Bundes- und Landesmitteln in Höhe von 84 Millionen Euro soll das Zentrum Forschung und Industriekooperationen vorantreiben. Der Bau der Anlage sowie die Erschließung der umliegenden Gewerbegebiete sollen 2026 starten.

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