18 April 2026, 20:10

Philologenverband wirft Regierung "Vertrauensbruch" bei Schulfinanzierung vor

Eine Gruppe von Menschen mit Masken und Schildern protestiert vor einem Gebäude mit Glaswänden und -türen, mit zusätzlichen Protestmaterialien und einem Hund.

Philologenverband wirft Regierung "Vertrauensbruch" bei Schulfinanzierung vor

Der Deutsche Philologenverband (DPhV) wirft der Bundesregierung vor, die Schulen unzureichend zu fördern, und spricht von einem "Vertrauensbruch". Trotz eines 500-Milliarden-Euro-Sondervermögens floss nur ein geringer Teil in den Bildungsbereich – während gleichzeitig ein gewaltiger Investitionsstau von 67,8 Milliarden Euro für dringende Sanierungen und Modernisierungen besteht. Der Verband warnt, dass künftige Generationen die Schuldenlast tragen müssten, ohne im Gegenzug bessere Schulen vorzufinden.

Untersuchungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) und des ifo Instituts zeigen, dass ein Großteil der 2025 aufgenommenen Schulden nicht in zusätzliche Bildungsausgaben geflossen ist. Der DPhV kritisiert, dass bestehende Förderprogramme wie der 5-Milliarden-Euro-DigitalPakt 2.0 die tatsächlichen Bedarfe bei Weitem nicht decken und unter tiefgreifenden strukturellen Problemen leiden.

Der Verband hatte gefordert, mindestens 60 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen für Schulsanierungen und Modernisierungen bereitzustellen. Doch Artikel 143h des Grundgesetzes – der sicherstellen sollte, dass das Sondervermögen zusätzliche Investitionen ermöglicht – wurde 2025 laut DPhV nicht eingehalten.

Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing, die Bundesvorsitzende des DPhV, betonte, dass Schulen für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte nach wie vor unwürdige Lernorte seien. Der Verband fordert nun die Länder auf, enger zusammenzuarbeiten und die Mittel direkt an den Schulbau, die digitale Ausstattung sowie nachhaltige Verbesserungen zu knüpfen.

Die Kritik des DPhV verdeutlicht die wachsende Kluft zwischen Schuldenstand und Schulzustand. Angesichts der weiterhin fehlenden 67,8 Milliarden Euro für Sanierungen und Modernisierungen wird der Ruf nach einem einheitlichen Vorgehen immer dringlicher. Ohne konkrete Maßnahmen, so die Warnung des Verbands, drohten kommenden Generationen sowohl finanzielle als auch bildungspolitische Nachteile.

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