Rheinmetall verkauft Power-Systems-Sparte für 350 Millionen Euro an AEQUITA
Sebastian HoffmannRheinmetall verkauft Power-Systems-Sparte für 350 Millionen Euro an AEQUITA
Rheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte für vorläufig 350 Millionen Euro an AEQUITA
Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat sich mit dem Finanzinvestor AEQUITA auf den Verkauf seiner zivilen Power-Systems-Sparte für vorläufig 350 Millionen Euro geeinigt. Die Transaktion markiert einen weiteren Schritt des Unternehmens hin zur Konzentration auf militärische Ausrüstung – nach dem Verkauf seiner Kolbenfertigung in den vergangenen Jahren. Unternehmenschef Armin Papperger bezeichnete die Vereinbarung als „historischen Meilenstein“ für Rheinmetall.
Die Sparte, die im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund zwei Milliarden Euro erwirtschaftete, war Ende 2025 als „aufgegebener Geschäftsbereich“ eingestuft worden. Unter der neuen Eigentümerschaft werden die Marken Pierburg, Kolbenschmidt und Motorservice wie bisher weitergeführt. AEQUITA übernimmt zudem alle 6.250 Mitarbeiter der übertragenen Bereiche.
Drei deutsche Standorte des Gemeinschaftsunternehmens KS Huayu AluTech sind nicht Teil des Verkaufs und bleiben als Joint Venture bei Rheinmetall. Das spanische Werk von Pierburg S.A. in Abadiano wird hingegen für eine Übergangsphase als „Hybrid-Standort“ betrieben, bevor es vollständig auf die Rüstungsproduktion umgestellt wird. Die Einheit Dermalog SensorTec verbleibt bei Rheinmetall und wird in die Sparte Waffe und Munition integriert.
Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung und finaler Kaufpreisanpassungen. Der Abschluss wird im vierten Quartal 2026 erwartet.
Mit dem Verkauf rückt Rheinmetall näher an sein Ziel, sich vollständig auf Verteidigungs- und Militärtechnik zu konzentrieren. Die Vereinbarung sichert Arbeitsplätze und Markenkontinuität unter AEQUITA, während Rheinmetall seine Strukturen strafft. Das Unternehmen hat damit den Großteil seines zivilen Automobilzuliefergeschäfts aufgegeben.






