03 April 2026, 14:10

Rückkehr ins Büro: Warum deutsche Unternehmen Präsenzpflicht wieder einführen

Eine Gruppe von Menschen in einem Raum mit einem Mann und einer Frau, die stehen, einem Mann, der auf einem Bett liegt, einer Frau, die einen Stock hält, einer hängenden Lampe und Gegenständen auf einer Oberfläche, mit dem Text "Industrie und Faulheit" unten.

Rückkehr ins Büro: Warum deutsche Unternehmen Präsenzpflicht wieder einführen

Deutsche Unternehmen holen ihre Mitarbeiter nach Jahren flexiblen Arbeitens zurück ins Büro. Konzerne wie SAP, Otto und Volkswagen erwarten von ihren Angestellten nun, mehr Zeit vor Ort zu verbringen. Die Kehrtwende folgt auf die gelockerten Regelungen während der Coronavirus-Pandemie – doch nicht alle Beschäftigten sind überzeugt, dass Präsenz die Produktivität steigert.

Viele Großarbeitgeber haben strengere Bürorichtlinien wieder eingeführt. Vodafone verlangt beispielsweise verbindliche Anwesenheitsquoten. Der Schritt spiegelt einen breiteren Trend wider, da Unternehmen mehr Sichtbarkeit ihrer Teams anstreben.

Eine aktuelle Umfrage des Jobportals Indeed ergab, dass 55,9 % der Beschäftigten das Gefühl haben, ihre Vorgesetzten legten mehr Wert auf Sichtbarkeit als auf tatsächliche Ergebnisse. Einige Mitarbeiter geben sogar zu, Produktivität vorzutäuschen: 27,7 % stellen ihren Status manuell auf "verfügbar", während sie im Homeoffice arbeiten. Andere bleiben länger im Büro, einfach weil ihr Chef noch anwesend ist.

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Die Studie zeigte zudem, dass 47,3 % der Angestellten sich kürzere Arbeitswege oder Zuschüsse für den ÖPNV wünschen, um das Büro attraktiver zu machen. Gleichzeitig würden 66,2 % eine Gehaltskürzung von 5 % in Kauf nehmen, wenn ihre Leistung ausschließlich an Ergebnissen – und nicht an Anwesenheit – gemessen würde.

Der Druck zur Rückkehr ins Büro hält an, doch die Auswirkungen auf die Effizienz bleiben umstritten. Während Mitarbeiter bessere Anreize fordern, deuten Umfragen darauf hin, dass physische Präsenz nicht automatisch höhere Leistung garantiert. Die Debatte über flexibles Arbeiten ist noch lange nicht entschieden.

Quelle