Sachsen-Anhalts Handwerk leidet unter Umsatzrückgängen und Stellenabbau
Mila SimonSachsen-Anhalts Handwerk leidet unter Umsatzrückgängen und Stellenabbau
Handwerksbetriebe in Sachsen-Anhalt kämpfen mit schwierigem Wirtschaftsklima
Eine aktuelle Auswertung des Statistischen Landesamtes zeigt rückläufige Umsätze in zentralen Branchen sowie flächendeckende Stellenabbaumaßnahmen. Der Rückgang ist Teil eines übergreifenden Trends, der auch die Nachbarregionen erfasst.
Besonders betroffen ist der Bausektor in Sachsen-Anhalt: Hier brachen die Erlöse im Vergleich zum Vorjahr um fast 12 Prozent ein. Auch Kfz-Werkstätten, das Nahrungsmittelhandwerk und gesundheitsnahe Handwerkszweige verzeichneten sinkende Umsätze. Als Gründe gelten wirtschaftliche Unsicherheit und zurückgestellte Investitionen.
Gleichzeitig konnten einige konsumnahe Gewerbe wie Friseure und Fotografen ihre Verkäufe steigern. Doch selbst in diesen Bereichen ging die Beschäftigtenzahl weiter zurück.
Steigende Kosten für Energie, Sprit und Materialien verschärfen die Lage zusätzlich – ebenso wie Bürokratie, Steuern und Sozialabgaben. Ähnliche Probleme zeigen sich in Sachsen, wo der Handwerkskammer zufolge viele Betriebe in einer Abwärtsspirale stecken.
Die Erkenntnisse des Statistischen Landesamtes basieren auf vorläufigen Quartalsdaten. Vertreter des Handwerks fordern nun politische Maßnahmen zur Entlastung. Ohne Reformen dürften sich die Herausforderungen der Branche weiter verschärfen.






