Salzgitter blockiert vereinfachte Baugenehmigungen für Tiny Houses trotz sozialer Vorteile
Mila SimonSalzgitter blockiert vereinfachte Baugenehmigungen für Tiny Houses trotz sozialer Vorteile
Ein Antrag zur Vereinfachung von Baugenehmigungen für Tiny Houses in Salzgitter ist deutlich abgelehnt worden. Die Ratsfraktion DiBo hatte sich für klarere Regelungen eingesetzt, um den Zugang zu diesen kleinen Häusern zu erleichtern. Ihr Vorstoß fand jedoch bei einer aktuellen Abstimmung kaum Unterstützung.
Die DiBo-Gruppe argumentierte, dass Tiny Houses praktikable Lösungen für verschiedene Altersgruppen böten. Die Häuser seien für junge Familien erschwinglich und für ältere Menschen gut geeignet, so die Fraktion. Durch die Förderung dieser kompakten Wohnformen könnte die Stadt ihrer Ansicht nach Kosten bei Senioreneinrichtungen einsparen.
In ihrem Antrag forderte die Gruppe, Tiny Houses in die Bebauungspläne Salzgitters aufzunehmen. Ziel waren klar definierte Vorschriften für Bau und Aufstellung, um rechtliche Hürden abzubauen. Aktuell erfordert selbst der Bau eines Tiny Houses im eigenen Garten komplexe Genehmigungsverfahren.
Bei der Abstimmung im Stadtrat sprachen sich nur zwei Mitglieder für den Vorschlag aus. Die Mehrheit lehnte ihn ohne Angabe von Gründen ab.
Die Ablehnung bedeutet, dass die Regelungen für Tiny Houses in Salzgitter unverändert bleiben. Rechtliche Hindernisse bestehen weiterhin für alle, die ein solches kleines Haus bauen oder aufstellen möchten. Der Vorstoß der DiBo-Gruppe für bezahlbare Wohnalternativen ist damit vorerst gescheitert.






