Salzgitter: Oberbürgermeister attackiert VW-Chef Blume wegen drohender Standort-Zweifel
Emil NeumannSalzgitter: Oberbürgermeister attackiert VW-Chef Blume wegen drohender Standort-Zweifel
Salzgitters Oberbürgermeister Frank Klingebiel hat Volkswagen-Chef Oliver Blume öffentlich wegen jüngster Medienberichte kritisiert. Seine Verärgerung rührt daher, dass Blume offenbar ein langfristiges Abkommen für das Werk in Salzgitter infrage stellt. Klingebiel besteht darauf, dass der Standort ein zentraler Bestandteil des Unternehmens bleiben muss.
Im Dezember 2024 hatten sich Vorstand, Aufsichtsrat, Betriebsräte und die IG Metall von Volkswagen auf eine gemeinsame Strategie geeinigt. Diese Vereinbarung umfasste zwar Stellenabbau, garantierte aber die Zukunft aller VW-Standorte – inklusive Beschäftigungssicherung. Klingebiel zeigt sich nun „irritiert und empört“ darüber, dass Blume das Abkommen so kurz nach der Unterzeichnung hinterfragt.
Der Oberbürgermeister bezieht eine klare Position und erklärt das Werk in Salzgitter für „nicht verhandelbar“. Zugleich lehnte er Werksschließungen und den Verlust von 100.000 Arbeitsplätzen als gangbaren Weg ab. Klingebiel bekundete Solidarität mit der Belegschaft vor Ort und begrüßte die Unterstützung durch Niedersachsens Ministerpräsidenten Olaf Lies.
Klingebiels Reaktion unterstreicht die tiefen Bedenken gegenüber der Ausrichtung von Volkswagen unter Blumes Führung. Die Haltung des Oberbürgermeisters spiegelt das Engagement wider, Arbeitsplätze zu sichern und die Rolle des Standorts Salzgitter innerhalb des Konzerns zu bewahren. Im Mittelpunkt des Streits steht die Stabilität des kürzlich geschlossenen Abkommens, das die Zukunft des Werks sichern soll.
