"Sketchy Muslims": Wie fünf Musliminnen die Comedy-Branche revolutionieren wollen
Sebastian Hoffmann"Sketchy Muslims": Wie fünf Musliminnen die Comedy-Branche revolutionieren wollen
„Sketchy Muslims“: Neue Comedy-Gruppe von Musliminnen will die Unterhaltungsbranche aufmischen
Eine frisch gegründete, von Frauen geführte Muslim-Comedy-Gruppe startet mit dem Anspruch, die Unterhaltungswelt zu revolutionieren. Unter dem Namen Sketchy Muslims gibt das Ensemble im kommenden Monat sein erstes Live-Programm in Ostlondon – und die Tickets sind bereits fast ausverkauft.
Gegründet wurde Sketchy Muslims im November 2025 von einem Kollektiv muslimischer Künstlerinnen: Noor Sobka, Luna Al-Kaisy, Adna Ahmed, Sajida Yasin und Saher Shah. Die Idee entstand, nachdem Sobka und Al-Kaisy sich bei einem Workshop für arabische Autor:innen in London kennenlernten und ihre gemeinsame Begeisterung für US-Sitcoms entdeckten. Ihre Sketche speisen sich aus Kindheitserinnerungen, kulturellen Eigenheiten und dem Alltag muslimischer Frauen.
Der Ansatz der Gruppe lässt sich mit ihrem Motto zusammenfassen: „Halal, aber nicht peinlich“. Statt auf derbe Komik setzen sie auf pointierte Dialoge und authentische Figuren. Ihr Debüt findet am 8. und 9. Mai im Poplar Union statt – die Vorstellung am Samstag ist bereits ausverkauft, und auch die Freitagsshow ist fast ausgebucht.
Doch Sketchy Muslims geht es um mehr als nur Comedy: Die Gruppe will nachhaltige Chancen schaffen. Geplant sind Stand-up-Abende, Networking-Events und Branchen-Workshops für Musliminnen in Film und Fernsehen. Finanziert wird das Projekt über Crowdfunding, unterstützt von muslimischen Unternehmen und Basisinitiativen, die ihre Vision teilen.
Das große Interesse am ersten Auftritt zeigt den Hunger nach Repräsentation in der Comedy-Szene. Mit weiteren Live-Events im Blick wächst Sketchy Muslims zu einer Plattform für muslimische Künstler:innen – und setzt mit frischem, inklusivem Humor neue Maßstäbe, die Klischees herausfordern.






