Sozialwohnungen in Deutschland: Fast eine Million fehlt – doch es gibt Hoffnung
Sebastian HoffmannSozialwohnungen in Deutschland: Fast eine Million fehlt – doch es gibt Hoffnung
Deutschlands Sozialwohnungsbestand ist in den letzten Jahren deutlich geschrumpft. Bis Ende 2024 blieben bundesweit nur noch rund 1,05 Millionen Wohnungen übrig. Kritiker warnen, dass damit fast eine Million dringend benötigte Wohnungen fehlen.
Besonders stark betroffen sind einige Regionen. Nordrhein-Westfalen verzeichnete den größten Verlust: Trotz Neubauten verschwanden 18.538 Sozialwohnungen aus dem Bestand, weitere 57.621 Einheiten wurden in derselben Zeit aus der Mietpreisbremse genommen.
In Berlin gingen 2.957 Wohnungen verloren, Bayern verlor 2.790. Bundesweit sank die Zahl bis Ende 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 20.000. Nicht alle Bundesländer waren jedoch von Rückgängen betroffen: Baden-Württemberg verzeichnete mit einem Plus von 3.046 Wohnungen die beste Bilanz, gefolgt von Niedersachsen mit 1.240 zusätzlichen Einheiten und Sachsen mit 944. Zudem entstanden 4.701 neue Plätze in Wohnheimen für Studierende und Auszubildende.
Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) hat angekündigt, die Wohnungsnot zu bekämpfen. Ihr Plan sieht vor, bis 2029 23,5 Milliarden Euro aus Bundesmitteln für den sozialen Wohnungsbau bereitzustellen.
Der allgemeine Trend zeigt weiterhin einen Rückgang des Sozialwohnungsangebots. Zwar gelang es einigen Ländern, leichte Zuwächse zu erzielen, doch die bundesweite Lücke bleibt beträchtlich. Mit den geplanten Fördermitteln will die Regierung diese Entwicklung in den kommenden Jahren umkehren.






