Spahn schlägt Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel vor – doch es gibt Haken
Mila SimonSpahn schlägt Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel vor – doch es gibt Haken
Jens Spahn, Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, hat vorgeschlagen, die Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel abzuschaffen. Der Vorstoß ist Teil einer breiteren Debatte über Steuerreformen, die Haushalte finanziell entlasten sollen. Spahn betonte, dass einkommensschwache Familien einen großen Teil ihres Einkommens für grundlegende Ausgaben wie Miete und Lebensmittel aufwenden müssen.
Spahn argumentierte, dass der Wegfall der siebenprozentigen Mehrwertsteuer auf alltägliche Lebensmittel als sozialer Ausgleich wirken könnte. Er verwies darauf, dass viele Menschen mit steigenden Kosten zu kämpfen hätten – insbesondere wegen der Inflation, die durch höhere Öl- und Spritpreise im Zusammenhang mit dem Konflikt im Iran angeheizt werde.
Allerdings machte er deutlich, dass eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel in ein umfassenderes Reformpaket eingebettet sein müsse. Eine mögliche Option sei die Erhöhung des allgemeinen Mehrwertsteuersatzes, um das Haushaltsdefizit des Bundes zu verringern. Spahn räumte ein, dass es zwar wirtschaftliche Gründe für eine solche Anhebung gebe, der politische Widerstand jedoch groß sei.
Die Koalition wird die Vorschläge zunächst intern beraten, bevor sie Details der Öffentlichkeit vorstellt. Spahn stellte klar, dass die Gesamtwirkung der Reformen wichtiger sei als einzelne Maßnahmen wie allein die Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel.
Das Ziel des Vorhabens, die Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel zu streichen, ist es, Haushalte bei steigenden Lebenshaltungskosten zu entlasten. Eine endgültige Entscheidung hängt davon ab, wirtschaftliche Erfordernisse und politische Bedenken in Einklang zu bringen. Die Regierung wird vor Bekanntgaben das gesamte Steuerreformpaket prüfen.






